Telefonieren, Simsen und mit dem Handy surfen, so oft und so lange man will. Flatrates versprechen ungetrübtes Handy-Vergnügen, eingehalten wird das Versprechen jedoch nicht. Das Problem: Wer sich für einen Flatrate-Tarif entschieden hat, zahlt die monatliche Grundgebühr auch dann, wenn das Handy gar nicht oder nur wenig genutzt wird.
Verbraucherfreundlicher sieht es bei Tarifen mit Kostenlimit aus. Hier zahlen die Kunden nur das, was sie auch verbrauchen, allerdings nur bis zur monatlichen Kostengrenze. Ebenso wie bei Flatrate-Tarifen gilt aber auch hier: Handy-Kunden müssen genau nachlesen, für was das Kostenlimit tatsächlich gilt. Anrufe ins Ausland sind ebenso wenig enthalten, wie Anrufe bei teuren Service-Hotlines.
Angebot ohne Mindestumsatz und ohne Grundgebühr
Besonders interessant sind Kostenstopp-Tarife, in denen SMS, Anrufe und die mobile Datennutzung innerhalb Deutschlands enthalten sind. Das günstigste Angebot macht derzeit die Etelon GmbH mit Deutschlandsim. Innerdeutsche Gesprächsminute und SMS kosten bei Deutschlandsim neun Cent, für die mobile Datennutzung fallen 24 Cent pro Megabyte an. Es gibt weder einen Mindestumsatz noch eine Grundgebühr.
Ab einem innerdeutschen Verbrauch von 35 Euro monatlich wirkt der Kostenstopp und es fallen keine weiteren Gebühren mehr an. Werden die 35 Euro nicht erreicht, zahlt der Kunde nur, was er auch verbraucht hat. Auch Anrufe ins europäische Ausland und nach Nordamerika sind mit 29 Cent pro Minute günstig. Der Tarif läuft über das gut ausgebaute O2-Netz. Sobald der Kostenstopp erreicht ist, surfen die Kunden nur noch in GPRS-Geschwindigkeit.
Wer häufig ins Internet geht, kann zusätzlich eine Internet-Flatrate abschließen, die länger schnelles Surfen gewährleistet. 500 MB ungedrosseltes Surfen gibt es für monatlich 9,95 Euro dazu, ein Gigabyte für 12,95 Euro. Zum Vergleich: Eine Flatrate in alle deutschen Netze und unbegrenztem Surf-Volumen kostet bei Vodafone 89,95 Euro im Monat, bei zweijähriger Vertragsbindung. Das ist jeden Monat mehr als doppelt so viel, wie das Gebührenlimit bei Deutschlandsim.
Norbert Richter, Telekommunikationsexperte der Verbraucherzentrale Brandenburg hält Tarife mit Kostenlimit für empfehlenswert. „Die Kosten bleiben für die Verbraucher übersichtlich und sie müssen keine Grundgebühren bezahlen.“
Ähnliche Preise: Blau, Simyo und Fonic
Blau und
Simyo haben ähnliche Tarife wie
Deutschlandsim im Programm. Allerdings nutzen beide Discounter das im Datenbereich weniger gut ausgebaute Netz von E-Plus. Das Kostenlimit gilt bei beiden Anbietern erst ab 39 Euro.
Etwas teurer ist der Kostenschutz von
Fonic mit monatlich 40 Euro, der außerdem nur für Anrufe und SMS innerhalb Deutschlands gilt. Der Tarif lohnt sich trotzdem für alle, die mit ihrem Handy auch Mal ins Ausland telefonieren. In die Festnetze von 50 Ländern zahlen Fonic-Kunden dasselbe wie für Anrufe innerhalb Deutschlands, neun Cent pro Minute.
Extra einen Laufzeitvertrag abzuschließen, um ein subventioniertes Handy zu sichern, ist heutzutage nicht mehr notwendig.
O2 bietet über seinen Online-Shop eine zinsfreie Finanzierung auch für Kunden an, die nicht über O2 telefonieren. Nach einer Anzahlung wird das Handy über zwei Jahre abbezahlt. Alle Handys werden simlockfrei geliefert. Das iPhone 4 8GB kostet bei O2 559 Euro. Wer nicht den Gesamtbetrag sofort bezahlen will, zahlt 19 Euro an und dann zwei Jahre lang monatlich 22,50 Euro.