Schwangere und stillende Frauen sind häufig verunsichert, was die Einnahme von Medikamenten angeht. Oft ist unklar, ob darin enthaltene Wirkstoffe der Entwicklung dem Baby oder Ungeborenen schaden könnten. Auf einer speziellen Internetplattform kann man sich ganz gezielt informieren.
Beipackzettel helfen in der Regel wenig weiter, wenn man sich als schwangere oder stillende Mutter über mögliche Nebenwirkungen, das Baby betreffend, informieren möchte. Meist liegen darüber keine Erkenntnisse vor, denn Arzneimitteltests werden überwiegend an jungen, gesunden Männern durchgeführt. So findet man im Kleingedruckten häufig nur den Hinweis, dass keine Aussagen über mögliche Auswirkungen auf das Ungeborene gemacht werden können. Aus Angst nehmen viele Frauen deshalb selbst verordnete und notwendige Präparate nicht ein. Manche entschließen sich gar zu einem Abbruch, wenn sie bestimmte Medikamente eingenommen haben, bevor sie wussten, dass sie schwanger sind.
Ein Online-Dienst soll nun helfen unnötige Ängste abzubauen und Fehlentscheidungen zu vermeiden. Bei
Embryotox können sich Interessierte über Wirkung und Risiken von etlichen hundert Medikamenten während Schwangerschaft und Stillzeit informieren. Andersherum können auch bestimmte Krankheitsbilder, wie Bluthochdruck oder Heuschnupfen, eingegeben werden. Der Suchdienst informiert dann über mögliche geeignete Medikamente. Auch gibt es Impfempfehlungen. Für individuelle Anfragen stehen Fragebögen zur Verfügung, die ausgefüllt werden können. Antwort erhält man dann per E-Mail. Wer eine persönliche Auskunft bevorzugt, der kann das Beratungstelefon nutzen.
Die Internetplattform ist unabhängig und wird vom Bundesministerium für Gesundheit sowie von der Berliner Senatsverwaltung finanziert. Sie kann aber keinesfalls das direkte Gespräch mit dem Arzt ersetzen.