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Rezeptfreie Medikamente

Online bestellen ist günstiger

16.03.2009
Von Anja Lang
Sie haben keine einschränkenden Öffnungszeiten und liefern meist schnell und diskret. Jetzt hat eine Studie ergeben, dass rezeptfreie Medikamente bei Versandapotheken auch wirklich günstiger sind als bei ihren Konkurrenten vor Ort.
Rezeptfreie Medikamente Online bestellen ist günstiger

Seit einigen Jahren können Apotheken den Preis für rezeptfreie Medikamente selbst bestimmen. Der Gesetzgeber wollte einen höheren Wettbewerb schaffen und Preisvorteile für die Kunden ermöglichen. Inwieweit diese Rechnung tatsächlich aufgegangen ist, hat die Verbraucherzentrale Nord-Rhein-Westfalen untersucht. Ergebnis: Der Wettbewerb bei den rezeptfreien Medikamenten ist noch zu wenig ins Rollen gekommen. Das gilt vor allem für Präsenzapotheken. Die größte Chance Arzneimittel günstig einzukaufen haben Patienten, die übers Internet bestellen. Trotz anfallender Versandkosten, sind hier die Produkte oft billiger als bei den Apotheken vor Ort.

Kaum Wettbewerb bei den Präsenzapotheken

Beispielhaft für den Markt der rezeptfreien Medikamente, wurden dazu die Preise von zwei besonders häufig verkauften und bekannten Produkten ermittelt. Insgesamt 500 Vor-Ort-Apotheken sowie 30 Online-Apotheken kamen auf den Prüfstand.  

  • Aspirin-Schmerztabletten: In 404 der untersuchten 500 Präsenzapotheken – also 80,8 Prozent – entsprach der Preis von 20 Aspirintabletten immer noch der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, nämlich 4,97 Euro. Nur 58 Apotheken, also 11,6 Prozent, boten einen günstigeren Preis an. 1,8 Prozent verlangten sogar mehr, als vom Hersteller empfohlen. Die günstigste Packung Aspirin kostete 2,90 Euro.
  • Voltaren-Schmerzgel: Von den insgesamt 500 untersuchten Apotheken boten immerhin 138 die 125-Gramm-Tube günstiger an. Allerdings sind auch das nicht mal ein Drittel der untersuchten Apotheken. Die günstigste Packung war für 6,90 Euro zu haben. Der weitaus größere Prozentsatz hält sich an den Preisvorschlag des Herstellers von 12,95 Euro. Ein Prozent verkaufte gar zu einem noch höheren Preis.

Somit scheint bei vielen Vor-Ort-Apotheken der Wettbewerb bei freiverkäuflichen Medikamenten immer noch ein echtes Fremdwort zu sein.

Versandapotheken oft billiger


Anders das Ergebnis bei den 30 untersuchten Online-Apotheken: Aspirin und Voltaren wurden bei allen Testkäufen zwischen fünf und 53 Prozent preisgünstiger angeboten, als vom Hersteller empfohlen. Im günstigsten Fall konnte man bei Aspirin bis zu 2,53 Euro und bei Voltaren bis zu 6,84 Euro sparen. Allerdings müssen hier immer noch Versandkosten in Höhe von 2,90 Euro bis sechs Euro hinzugerechnet werden. Trotz dieser Zusatzkosten, sind lediglich zwei Internetanbieter teurer, als die örtlichen Apotheken.

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