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Migräne

Kampf dem Schmerz

10.12.2011
Von Anja Lang
Mehr als acht Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Migräne. Damit erträgt jeder zehnte Deutsche regelmäßig quälende Kopfschmerzen, häufig begleitet von Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Wahrnehmungsstörungen. Eine Qual für die Betroffenen selbst, aber auch für deren Angehörige. Doch es gibt effektive Möglichkeiten der Therapie. Vor allem vorbeugend kann man viel tun.
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Migräne ist nicht einfach nur „Kopfschmerzen haben“. Migräne ist eine eigene Erkrankung mit neurologischer Ursache. Die Veranlagung dazu wird vererbt. Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer. Wie Migräne genau entsteht, ist bis heute nicht endgültig geklärt. Mehrere Ursachen kommen dafür in Frage. Nach neuesten Erkenntnissen geht man aber davon aus, dass es durch eine Funktionsstörung im Gehirn zu einer Reizüberflutung kommt, an der der Botenstoff Seratonin beteiligt ist. Die Blutgefäße in der Hirnhaut schwellen dabei stark an und drücken auf die Nervenbahnen. In der Folge kommt es zu einer vorübergehenden nicht-bakteriellen Entzündung, die die Scherzempfindlichkeit der Nerven so stark erhöht, dass selbst das Pulsieren des Blutes als unerträgliche Qual empfunden wird.
Typische Anzeichen einer Migräne

Migräneanfälle kommen in Attacken. Von Patient zu Patient unterschiedlich oft. Manche werden nur alle Vierteljahr heimgesucht, andere dagegen gleich mehrmals im Monat. Bei etwa zehn bis 20 Prozent der Patienten kündigt sich die Migräne mit einer Aura an. Dabei handelt es sich um neurologische Ausfallerscheinungen, wie Gesichtsfeldausfälle und Verschwommensehen, die etwa 30 Minuten anhalten. Anschließenden setzt der Schmerz ein. Er wird als pochend, klopfend und pulsierend empfunden und tritt meist einseitig auf.

Der Schmerz nimmt meistens von der Stirn aus langsam an Heftigkeit zu und kann über mehrere Stunden bis hin zu drei Tagen andauern. Bewegung und Nachvornebeugen des Kopfes steigern die Intensität noch. Begleitet werden diese Symptome häufig von Übelkeit und Erbrechen, sowie von Lärm- und Lichtempfindlichkeit. Migränepatienten ziehen sich deshalb instinktiv in ruhige und abgedunkelte Räume zurück, wo sie sich abschotten, schlafen und ausharren bis die Attacke vorbei ist.
 
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Leserkommentare

Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
21.10.2009 18:14 Uhr
Andrea: Wicht
Sehr geehrte FrauKarin Leber-Strecke; seit Jahr zehnten plagen mich Migräneanfälle. Mal mehr, mal weniger aber immer verbunden mit einhergehenden pharmazeutischen Schmerzmitteln, leider. Kaum ein Arzt konnte mir bisher richtig helfen. Versprechungen oder oft Achselzucken sind von Seiten der behandelnden Ärzte immer da. Jetzt habe ich über die Möglichkeiten der Naturheilkunde einige Informationen erhalten. Aber keiner kann mir bisher darüber, Wirkungsweise, wirklich Auskunft geben. Gerne greife ich daher ihre Hilfsbereitschaft auf und bin an Erfahrungen/Tipps von ihrer Seite her sehr interessiert.
18.10.2009 08:08 Uhr
Karin Leber-Strecke: Migräne
Sehr geehrte Damen und Herren,
leider geben Sie in Ihrem Artikel die gängige Meinung wieder, was natürlich günstig für die Pharmaindustrie ist, denn 8 Mio Dauerpatienten sind schon ein lohnender Markt.
Ich habe selber über 25 Jahre unter Migräne gelitten und konnte keinerlei Schmerzmittel einnehmen, weil ich mir durch ein Migränemedikament schon in jungen Jahren eine Medikamentenallergie zugezogen habe (Migränex = ist auch längst wieder vom Markt genommen - ich wäre beinahe daran gestorben, wenn nicht so schnell ein Arzt vor Ort gewesen wäre).
Erst sehr spät bin ich darauf gekommen, dass ich durch eine sehr konsequente Ernährungsumstellung und andere, simpelste begleitende Maßnahmen innerhalb von ca. 3-4 Jahren zu 99% migränefrei bin.
Wen das interessiert, dem kann ich sehr gerne ein paar Tipps geben.
Es erfordert höchste Disziplin und das ist nicht jedermanns Sache. Aber wenn man nicht zu Schmerzmitteln greifen kann, läßt einen ein Verstoß gegen die Disziplin und dem damit verbundenen Migräneanfall schnell zur Disziplin zurückkehren. Aber es lohnt sich, denn es ist ein ganz anderes Leben ohne die Migräne.
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