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So funktioniert es
Über ein entsprechendes Anmeldeformular gelangen Betroffene zum sogenannten Case-Manager. Das ist eine reale Person, die hilft die notwendigen Unterlagen zusammenzutragen. „Wir wissen, dass gerade hier viele Menschen Unterstützung benötigen“, erklärt Carsten Frederik Buchert, Leiter Marketing & Communications der Felix Burda Stiftung, „der Case-Manager behandelt jeden Fall ganz individuell und klärt Fragen auch gerne direkt in einem persönlichen Gespräch am Telefon.“ Alle Unterlagen werden eingescannt und anschließend wird eine elektronische Patientenakte erstellt. Diese wird dann einem interdisziplinären Tumorboard vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Konferenz von Fachärzten aus verschiedenen Disziplinen, die sich auf die Behandlung von bösartigen Tumoren spezialisiert haben.
An Tumorzentren und Unikliniken werden diese Tumorboards regelmäßig ca. ein bis zweimal pro Woche durchgeführt. Das Fachgremium spricht, nach eingehender Beratung, Empfehlungen für die jeweilige Behandlung nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus. „Wir haben festgestellt, dass sich immer wieder große Abweichungen zum bisherigen Therapieplan ergeben. Leider wird nicht überall nach den neuesten medizinischen Leitlinien behandelt“, beklagt Buchert. Der Case-Manager berät in so einem Fall dann, wie und vor allem wo der neue Behandlungsweg durchgeführt werden kann.
Ebenso kann es aber auch sein, dass der alte und der neue Therapieplan miteinander übereinstimmen. Dann hat man auf alle Fälle die Gewissheit, dass alles richtig läuft und man optimal behandelt wird. So oder so kann man mit einer qualifizierten Zweitmeinung also nur gewinnen.