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Ambulante Pflege

Guten Dienst finden

13.10.2011
Von Anja Lang
Wenn ältere Menschen zu Hause allein nicht mehr zurechtkommen, kann ein ambulanter Pflegedienst wertvolle Unterstützung leisten. Wie gut die Versorgung im Einzelfall aber tatsächlich aussieht, hängt stark von Angebot und Leistung des jeweiligen Anbieters ab. Worauf Sie achten sollten, um eine wirklich gute Versorgung für Ihren Angehörigen zu finden.
Altenpflege Pflegedienst Ambulant
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Wenn Menschen pflegebedürftig werden, möchten sie in der Regel nicht ins Heim, sondern so lange wie möglich zu Hause bleiben. Das ist nachvollziehbar und verständlich, aber nur möglich, wenn auch eine entsprechende Unterstützung garantiert ist. Manchmal können Angehörige diese Unterstützung leisten, oft sind es aber ambulante Pflegedienste, die da helfen, wo der alte Mensch nicht mehr kann.

Doch leider funktioniert die Zusammenarbeit nicht immer so, wie Patienten und Angehörige sich das wünschen. Probleme treten auf, wenn zu wenig oder nicht ausreichend qualifiziertes Personal eingesetzt wird, wenn Pflegekräfte häufig wechseln oder Absprachen nicht eingehalten werden, weil die Kommunikation nicht funktioniert. Um sich kräftezehrende Enttäuschungen im Nachhinein zu ersparen, sollte man bei der Suche nach einem geeigneten Pflegedienst sehr sorgfältig vorgehen und nicht gleich beim ersten Angebot zuschlagen.

Bedarfsanalyse für erste Orientierung

Am Anfang ist vor allem wichtig abzuklären, in welchen Bereichen der Pflegebedürftige konkret Hilfe benötigt und zu welchen Uhrzeiten diese nötig ist. Welche Vorerkrankungen liegen vor? Krebspatienten brauchen eine andere Betreuung als Alzheimerkranke. Eine Bestandsaufnahme schafft Klarheit, was der Pflegedienst alles leisten können sollte und welche fachliche Qualifikation und Erfahrung das Pflegepersonal dafür mitbringen muss. Außerdem kristallisiert sich dabei schnell heraus, welche Aufgaben die Angehörigen selbst mitübernehmen können. Das kann bares Geld sparen. Denn je nach Pflegestufe, übernimmt die Pflegekasse Leistungen nur bis zu einem gewissen Betrag und der ist in der Regel schnell aufgebraucht. Fällt mehr an, muss dies komplett aus eigener Tasche bezahlt werden. Eine kleine Rente reicht da oft nicht mehr aus.

Beratungsstellen helfen weiter

Wenn man weiß, was man braucht, heißt es einen Anbieter zu finden, der die gewünschten Anforderungen auch erfüllen kann. Sinnvoll ist es, sich an dieser Stelle an eine qualifizierte Beratungsstelle oder einen Pflegestützpunkt zu wenden. Denn oft stehen in Wohnortnähe des Pflegebedürftigen gleich mehrere ambulante Pflegedienste zur Auswahl. Die Beratungsstellen haben viel Erfahrung und wissen oft gut Bescheid, wer besonders in Frage kommt und wer eher nicht. Sie geben auch Rat und Unterstützung bei finanziellen Fragen und welche ehrenamtlichen Helfer zur Verfügung stehen.

Seit 2009 haben Pflegebedürftige und ihre Angehörigen übrigens einen gesetzlichen Anspruch auf kostenlose Pflegeberatung. Dazu wurden bundesweit inzwischen über 300 sogenannte Pflegestützpunkte eingerichtet. Diese staatlichen Stellen sind vernetzt und arbeiten in der Regel mit den lokalen Beratungsstellen zusammen. Ihre Aufgabe ist es, in allen Punkten rund um das Thema Pflege umfassende Beratung zu liefern und entsprechende Hilfs- und Unterstützungsangebote zu bündeln. Die Adressen der Stützpunkte in der Nähe kann man bei seiner Pflegekasse erfragen oder man findet sie auch im Internet.

 
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