Alzheimer
Risiko senken
04.03.2012
Von Anja Lang
1,3 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz – zwei Drittel davon an der häufigsten Form: Alzheimer. Schon in dreißig Jahren werden es laut Experteneinschätzung doppelt so viele sein. Was Sie tun können, um das Risiko einer Erkrankung effektiv einzudämmen.
Bei der Alzheimer-Krankheit gehen nach und nach immer mehr Nervenzellen im Gehirn zugrunde. Typischerweise lagern sich dabei auch schädliche Eiweißbruchstücke, sogenannte Amloide, im Gehirn ab, die zusätzlich die Weitergabe von Informationen behindern. Das Hirn schrumpft mit der Zeit zusehends und kann bis zu 20 Prozent seiner ursprünglichen Größe einbüßen.
Wichtige geistige Funktionen wie Gedächtnis, Sprache, Planen, Handeln und die räumliche Orientierung lassen allmählich nach und gehen schließlich ganz verloren. Auch die Persönlichkeit verändert sich häufig. So werden viele traurig, ängstlich oder auch aggressiv. Im Endstadium sind die Patienten meist völlig auf fremde Hilfe angewiesen. Sie haben vergessen, wie man geht, wie man schluckt, wie man spricht und sind damit bettlägerig, inkontinent und stumm.
Wie bekommt man Alzheimer?
Die genaue Ursache, warum Gehirnzellen anfangen abzusterben, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Man weiß nur, dass bestimmte Stoffwechselprozesse im Gehirn und die Veränderung von Gehirn-Botenstoffen eine Rolle spielen. Auch gibt es bestimmte Risikofaktoren, die das Entstehen der Krankheit stark begünstigen.
Risikofaktor Alter
Das größte Risiko an Alzheimer zu erkranken ist das Alter. Mit zunehmenden Jahren steigt die Erkrankungsrate rapide an. Während Unter-50-Jährige nur äußerst selten betroffen sind, leidet in der Gruppe der 60-Jährigen schon jeder Hundertste daran. Bei den Über-65-Jährigen ist es schon bereits jeder Zehnte, bei den 80-Jährigen sogar schon jeder Dritte.
Risikofaktor Vererbung
Wenn Fälle von Alzheimer in der Familie auftreten, heißt das nicht zwangsläufig, dass man später selbst einmal das gleiche Schicksal erleiden muss. Denn die späte und häufige Form von Alzheimer, die nach dem 65. Lebensjahr auftritt, wird nicht direkt vererbt. Das Risiko ist zwar etwas erhöht, man weiß aber, dass noch viele andere Faktoren eine Rolle spielen. Anders ist das bei der seltenen frühen Alzheimer-Form, die vor dem 65. Lebensjahr auftritt. Sie ist eindeutig genetisch bedingt und macht etwa einen Anteil von fünf Prozent aller Alzheimer-Erkrankungen aus.