Mit rund 70 Prozent schluckt die Heizung die meiste Energie im Haushalt. Funktioniert die Anlage fehlerhaft, kostet sie unnötig Geld. Vor der kalten Jahreszeit lohnt daher eine Inspektion. Geldsparen.de zeigt in vier Schritten, wie die Heizung für den Winter fit gemacht werden kann.
Tipp 1 – Hydraulischer Abgleich
Die Wärmeversorgung eines Gebäudes sollte als Gesamtsystem verstanden werden. Bedarf, Nutzungsverhalten, Erzeugung, Verteilung, Heizflächen, Thermostatventile sowie die Regelung müssen miteinander harmonieren. Besonders wichtig ist daher ein regelmäßiger hydraulischer Abgleich. Hierbei stimmt ein Fachmann den Wasserdruck und die Heizungskomponenten aufeinander ab. Gluckernde Ventilgeräusche oder auch unterschiedliche warme Heizkörper sind klare Signale, dass ein Abgleich nötig ist. „Der Energieverbrauch zum Heizen und für den Pumpenstrom sinkt dadurch um zehn bis 15 Prozent“, sagt Dieter Wolff vom Institut für Energieoptimierte Systeme der Ostfalia Fachhochschule in Wolfenbüttel.
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Tipp 2 – Richtige Regelung
Viel Energie lässt sich mit einer optimalen Heizungsregelung einsparen. Beispiel Vorlauftemperatur: Der Kessel sollte das Heizungswasser nicht stärker erwärmen als nötig, und zwar abhängig von der Außentemperatur. „Die meisten Heizungsanlagen sind zu hoch eingestellt. Das verschwendet viel Energie“, sagt Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher.
Gerade wenn die Heizsaison startet und die Anlage wieder auf Winterbetrieb läuft, sollte die Heizkurve nicht höher als nötig gestellt sein. Werden die Wohnräume nachts nicht benutzt, empfiehlt sich zudem eine Nachtabsenkung, die den Brenner ausschaltet und die Heizung herunterfährt. Dadurch sparen Verbraucher etwa fünf Prozent Energie, hat der Bund der Energieverbraucher kalkuliert. Wer es morgens kuschelig warm möchte, stellt die Anlage so ein, dass der Brenner wieder rechtzeitig Wärme erzeugt.
Tipp 3 – Heizungspumpe prüfen
Alte Heizungspumpen können im Jahr mehr Strom als Waschmaschine und Kühlschrank zusammen verbrauchen. Immerhin laufen sie durchschnittlich 6.000 Stunden pro anno. Sind sie ungeregelt, wird das Wasser stets mit voller Leistung durch das Rohrnetz gepumpt – und zwar auch, wenn die Heizungsventile geschlossen sind. Hinzu kommt, dass viele Pumpen für den tatsächlichen Heizbedarf überdimensioniert und zu hoch eingestellt sind. Das kostet Energie.
Kann auch mit einem hydraulischen Abgleich das Gesamtsystem nicht mehr optimal eingestellt werden, empfiehlt sich der Einbau einer modernen Hocheffizienzpumpe. Experten zufolge lassen sich in einem üblichen Einfamilienhaus so etwa 120 Euro Stromkosten im Jahr sparen. Die KfW Förderbank übernimmt im Übrigen 25 Prozent der Gesamtkosten für Kauf und Austausch einer Heizungspumpe. Wer genau wissen will, ob der Tausch lohnt, kann auf der Webseite www.sparpumpe.de der gemeinnützigen Initiative co2online einen kostenlosen Pumpencheck machen.
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