
Testsieger General Electric
Am besten schnitt die General Electric Energy Saving Elegance elf Watt zum Preis von 4,70 Euro ab, welche die Gesamtnote „gut“ nur knapp verfehlte. Sie überzeugte in punkto Helligkeit und konnte diese auch nach 2.000 Betriebsstunden noch halten. Auch häufiges Ein- und Ausschalten konnte der Lampe nichts anhaben, das Einsparpotential lag bei satten 77 Prozent.
Note „ungenügend“ für vier Modelle
Verlierer im Test sind die Energiesparlampen elf Watt von Global World Trading für 0,94 Euro, die Flair Energy elf Watt von Hornbach für 5,95 Euro, die Luxxx Energy-saver advance elf Watt für 3,99 Euro sowie das Modell Swiss Lights Classic 68 Energiesparlampe zehn Watt für stolze 9,45 Euro. Geringe Helligkeit im Vergleich zur Glühbirne und eine geringe Lebensdauer führten hier zur Abwertung. Keine der vier Lampen überstand die ersten 3.100 Leucht-Stunden des Tests. Zudem hatten sie eine relativ geringe Energieeinsparung zwischen 39 und 51 Prozent – von den Herstellern versprochen werden bis zu 80 Prozent. Das teuerste Produkt im Test mit 9,45 Euro, die Swiss Lights Classic 68, fällt als Energiesparer sogar komplett aus: Sie verbraucht etwa 14 Prozent mehr Strom als eine normale Glühbirne.
In diesem Punkt wurden alle untersuchten Modelle mit „sehr schlecht“ bewertet. Bemängelt wurde vor allem das unausgewogene Lichtspektrum. Anders als bei Glühbirnen, ist die Lichtfarbe von Energiesparlampen weit entfernt von natürlichem Licht. Zudem flackern sie im bewusst nicht mehr wahrnehmbaren Bereich. Experten machen solch schlechtes Licht verantwortlich für eine Vielzahl von Beschwerden: von Kopfschmerzen über Schwindel bis hin zum Krebsrisiko. Hinzu kommen erhöhte Werte von Elektrosmog, welche die Werte der TCO-Zertifizierung deutlich überschreiten.
Testergebnisse verwirren Verbraucher
Erst in der Märzausgabe 2009 war Stiftung Warentest in seiner Untersuchung mit Energiesparlampen zu ganz anderen Ergebnissen gekommen. Dazu Lothar Beckmann, verantwortlicher Redakteur bei Stiftung Warentest: „Wir stehen zu unserem Ergebnis. Der Unterschied in den beiden Tests liegt vor allem in der unterschiedlichen Auswahl der Produkte. Wir haben unseren Schwerpunkt auf Markenware gelegt, Ökotest eher auf Billig- und Noname-Produkte. Auch bei uns fielen die billigen Produkte durch, viele Markenprodukte dagegen hielten das, was sie versprachen."
Unterschiedliche Messverfahren
Was die Helligkeit betrifft, wurde bei Ökotest und Stiftung Warentest mit unterschiedlichen Messverfahren gemessen. Stiftung Warentest wendete, gemäß dem Industriestandard, die Messung in der Ulbrichtschen Kugel an, die den kompletten Lichtstrom nach allen Seiten misst. Ökotest untersuchte dagegen, wie viel Licht im Spot direkt auf eine Fläche fällt. Dabei wird nur eine Teillichtmenge gemessen, die mitunter noch durch die Größe des verwendeten Lampenschirms beeinflusst wird.
Bleibt die Lichtqualität
Auch Sparlampen gibt es heutzutage in Tageslichtqualität. Anders als bei der universell einsetzbaren Glühlampe, muss man sich aber genau überlegen, wo man welches Spar-Modell hineindreht. An Orten, wo oft an- und ausgeknipst wird, braucht man eine Lampe mit hoher Schaltfestigkeit. In Außenbereichen eine, die auch bei Frosttemperaturen stabil leuchtet. Am Arbeitsplatz sollten Sparlampen möglichst Tageslichtqualität lieferen, im Schlafbereich warmes Licht verbreiten.
Fazit
Die meisten Energiesparlampen verbrauchen weniger Strom und sparen damit bares Geld. Wie viel tatsächlich, hängt stark von der Qualität der Fertigung und der Marke ab. Hier lohnt es sich, bei der Anschaffung tatsächlich ein wenig mehr Geld zu auszugeben. Durch die wesentlich längere Betriebsdauer hat man diesen Einsatz aber bald wieder herin. In einem Update von Stiftung Warentest hielten neun von 27 Modellen 19.000 Betriebsstunden lang. Das sind 19 Birnen mit Glühfaden.