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Energiesparlampen

Erleuchtung aus dem Netz

07.09.2011
Von Florian Junker
Herkömmliche Glühbirnen sind out, die besten Energiesparlampen aber oft (zu) teuer. Gut, dass sich im Internet die Preise leichter vergleichen lassen, als im normalen Handel. Geldsparen verrät, wie einem möglichst günstig und sparsam ein Licht aufgeht...
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Seit dem ersten September 2011 ist es offiziell eingeläutet: das Ende der 60 Watt-Glühbirne. In Europa sollen künftig nur noch energiesparende Modelle neu in den Handel kommen. Dabei müssen Verbraucher beim Kauf auf völlig neue Kriterien wie Lichtstrom (Lumen) oder Lichtfarbe (Kelvin) achten. Hier erfahren Sie alles zum neuen Birnen-Latein.

Neu sind aber auch die Preisdimensionen, denn während eine 60-Watt-Glühbirne in der Regel weniger als einen Euro kostete, kommen die bestens getesteten LED-Modelle auf Preise von teilweise deutlich über 50 Euro. Pünktlich zum Umstieg kündigten die Hersteller aufgrund von Rohstoffknappheit auch noch Preiserhöhungen im Energiesparlampen-Segment an.

Aufgrund langer Lebensdauer und niedrigem Stromverbrauch lohnt sich zwar die Anschaffung in der Regel trotzdem, aber bei solchen Dimensionen sollten Sie ganz genau vergleichen. Unterschiede von zehn, 20 oder sogar noch mehr Euro sind keine Seltenheit. Schlaue Einkäufer checken deswegen die Preise im Internet.
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Genau lesen

Wer bei Energiesparlampen auf Schnäppchenjagd geht, muss zunächst natürlich ganz genau lesen. Allein vom derzeitigen Testsieger (09/2011) „Osram Parathom Pro Classic A80 12 Watt“ gibt es mindestens eine Handvoll ähnlich aussehender Schreib- und Produktvarianten. Bei Preisen unter 40 Euro handelt es sich aber ziemlich sicher um die etwas lichtschwächeren Alternativen der LED-Birne. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist es deswegen wichtig, immer genau die Werte für Sockel (E27), Watt (12 Watt), Lichtstrom (810 lm) und Lichtfarbe (2700 K) zu kontrollieren, denn nur wenn diese übereinstimmen, handelt es sich um den „echten“ Testsieger. Bei günstigeren Anbietern gibt es die Birne derzeit ab 42,80 Euro, die teuren verlangen schon mal satte 20 Euro mehr.
Fair vergleichen

Bei einer Bestellung von Leuchtmitteln über das Internet kommen aber noch mindestens zwei wichtige Vergleichskriterien dazu. Erstens müssen in aller Regel zum Preis auch noch Versandkosten gerechnet werden. Da die aber oft schon ab Bestellwerten von 25 Euro aufwärts entfallen, kann es sich lohnen zum Beispiel vom Preisleistungssieger des Warentests - der „OsramDuluxstar“-Energiesparlampe - gleich ein paar mehr zu bestellen. Schon ab sechs Stück gibt es diese klassische Sparlampe mit der etwas unbeliebteren Leuchtstofftechnik bei Top-Anbietern frei Haus. Auch wenn dieses Modell nicht dimmbar ist und ein paar Sekunden braucht, um die volle Leuchtstärke zu erreichen, kann es für viel Einsatzbereiche eine interessante Alternative sein. Denn der Einzelpreis hält sich mit im besten Fall 4,95 Euro in Grenzen. Aber aufgepasst: Bei manchen Anbietern kann das gleiche Produkt auch um bis zu 50 Prozent teurer sein.

Zweitens kann es gerade bei einer Lampenbestellung wichtig sein, auf die Bezahlmodalitäten zu achten. Denn schraubt man die Birne ein und es bleibt wegen eines Defekts dunkel, haben Kunden, die auf Rechnung oder per Lastschrift geordert haben, grundsätzlich etwas bessere Karten. Für eine nicht leuchtende Lampe müssen sie nicht bezahlen oder können im Streitfall den Bankeinzug sechs Wochen lang rückgängig machen. Auch der Ebay-Bezahldienst Paypal kann hier für Käufer noch Vorteile bieten, bei einer Zahlung per Vorkasse, Kreditkarte oder auch Nachnahme ist es oft problematischer – und das Geld ist manchmal ganz weg.

Richtige finden

Natürlich können Sie zur Suche nach günstigen Angeboten für Energie sparende Leuchtmittel auch die üblichen Preissuchmaschinen wie zum Beispiel geizhals.de, idealo.de oder preisvergleich.de nutzen. Allerdings scheitern die zum Teil an den schwierigen Produktbezeichnungen. Fast jeder Händler verwendet hier ein etwas anderes System. Es kann sich deswegen lohnen, auch mal leichte Variationen des Produktnamens direkt in eine „normale“ Suchmaschine wie Google einzugeben. Zum Beispiel für die Nummer zwei aus dem Testumfeld, der „Philips MyAmbiance dimmable, 12 Watt“, den Suchbegriff „Philips LED 12 Watt“ zu verwenden. Das bringt deutlich mehr Ergebnisse und oft den einen oder anderen Euro Ersparnis.

Einsatzorte prüfen

Bevor Sie aber jetzt anfangen, komplett alle Lampen im Haus mit Energiesparmodellen zu bestücken, investieren Sie am besten noch einen kurzen Moment in eine grobe Abschätzung der Wirtschaftlichkeit. Denn funktionieren Ihre alten Glühbirnen noch, ist es an manchen Stellen wenig sinnvoll, sie auszutauschen und mit einem Vertreter der neuen Leuchtmittelgeneration zu ersetzen. In selten beleuchteten Keller- oder Speicherräumen wird sich zum Beispiel eine teure LED-Birne auch in vielen Jahren kaum rechnen. Solche Zimmer sind deswegen ideale Einsatzorte, um Restbestände der alten Glühbirnen aufzubrauchen. Brennt dagegen etwa in einem Flur oder in der Deckenbeleuchtung des Büros das Licht praktisch den ganzen Tag, amortisiert sich auch eine LED-Birne schnell. Je günstiger Sie diese dann eingekauft haben, desto eher.
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Leserkommentare

13.09.2011 17:14 Uhr
Florian Junker: Ökobilanz positiv
Es gibt jede Menge Rechnungen zum Thema Ökobilanz von Energiesparlampen. Die Herstellung der auf Leuchtstofftechnik beruhenden Birnen verschlingt demnach zum Beispiel etwa das zehnfache an Energie im Vergleich zur herkömmlichen Glühbirne. Im Bezug auf die Lebensdauer, die unter anderem übrigens auch von Stiftung Warentest gemessen wurde, spielt die Herstellung aber fast keine Rolle in der Gesamtbilanz. Schon nach wenigen Betriebsstunden schneiden Energiesparlampen und LED besser ab. Siehe hierzu zusammenfassend: http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/themen/energie/faq-beleuchtung.html
08.09.2011 10:25 Uhr
WolliD: Wirklich sparsamer?
Gibt es eine Rechnung, wieviel Energie für so eine Sparlampe in der Herstellung verbraucht wird, im Vergleich mit der Glühlampe? Mit den Energiekosten zur Förderung und Erzeugung der Rohstoffe bis zum fertigen Produkt? Ich bin mir ziemlich sicher, dass die herkömmlichen Leuchtmittel unter dem Strich energiegünstiger abschneiden, zumal die angegebene Lebensdauer und volle Leuchtkraft der Energiesparlampen erstunken und erlogen ist.
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Foto: Philipp Guelland/ddp ID:3002
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