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Trödel- und Antikmärkte

Clevere Flohmarkt-Fibel

12.03.2012
Von Florian Junker
Viele Schnäppchenjäger suchen auf Trödel- und Antikmärkten ihr Glück. Richtig günstig ergattert man Flohmarkt-Fundstücke jedoch nur, wenn man feilschen kann wie ein Profi – und die im wahrsten Sinne des Wortes billigsten Tricks kennt. Ein Überblick über die Faustregeln für Flohmärkte.
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Kleider machen Leute gierig
 
Designer-Sonnenbrille, schickes Sommerkleid plus passende Edel-Sandalette lassen bei Ihnen gleich Urlaubsfeeling aufkommen? Perfekt - aber leider nichts für den Flohmarkt. Wer teuer gekleidet ist, bekommt nämlich auch die entsprechenden Preise zu hören und vermittelt dem Verkäufer noch vor dem ersten Satz „Bei mir ist mehr zu holen“. Auch wenn es schwer fällt, also eher gezielt ein wenig „under-dressed“ auftreten. Perfekt: Jeans (viele Taschen für Münzen, siehe unten), flaches, geschlossenes Schuhwerk wie Turnschuhe (Flohmärkte finden oft auf ungeteerten Plätzen statt) und eine größere Umhängetasche – da passen gleich die ersten Einkäufe rein und Sie haben die Hände frei zum Handeln!
Handeln gehört zum Handwerk
 

Klar können Sie auch ohne Feilschen auf einem Flohmarkt einkaufen – allerdings kommt Sie das unter Umständen teuer zu stehen. Denn erfahrene Verkäufer schlagen auf ihre Preise in der Regel gut und gerne 20 Prozent „Handel-Bonus“ drauf – manch’ dreister Kollege verlangt sogar das doppelte von dem, was seine Teile üblicherweise auf Trödelmärkten einbringen. 

Die drei wichtigsten Handels-Regeln:

  1. Beantworten Sie keine Fangfragen („Wieviel ist es Ihnen wert?“), sondern lassen Sie den Verkäufer den Preis bestimmen.
  2. Ziehen Sie von dem ersten Angebot im Kopf mindestens 40 Prozent ab, bevor Sie Ihrerseits einen Preisvorschlag machen. So können Sie sich mit dem Verkäufer am Schluss „in der Mitte“ (bei den üblichen minus 20 Prozent) treffen.
  3. Gehen Sie in die Smalltalk-Offensive.

Die meisten Flohmarkt-Funde sind persönliche Stücke. Psychologische Studien zeigen, dass deswegen Verkäufer ihre Stücke lieber an sympathische Menschen abgeben. Indem Sie Interesse signalisieren, würdigen Sie den emotionalen Gehalt - und man kommt Ihnen lieber preislich entgegen.

Den Pfennig ehren

Die dicke Brieftasche mit allen Papieren und den großen Scheinen lassen Sie am besten gleich zu Hause. Im dichten Gedränge haben Taschendiebe sonst leichtes Spiel. Außerdem ist Kleingeld das begehrteste Tauschmittel auf dem Flohmarkt! Trödel-Verkäufer nervt nichts mehr als Kunden, die einen 50-Euro-Schein zücken und dafür ihr ganzes Wechselgeld haben wollen. Bessere Flohmarkt-Konditionen bekommen Sie dagegen, wenn Sie viele Münzen oder auch Fünf-Euro-Noten eingesteckt haben.

Idealerweise verteilen Sie das Geld zu gleichen Teilen auf verschiedene Plätze (etwa jeweils zehn Euro auf die Hosentaschen und den Schnappgeldbeutel in der Jacke). So haben Sie immer ein gutes Handargument griffbereit: Wenn der Verkäufer unbedingt 12,50 Euro für die alte Beatles-Platte haben will, zücken Sie den kleinen Geldbeutel mit den zehn Euro und erklären, dass Sie leider nicht mehr dabei haben. Zieht er mit, haben Sie mit einem Satz 25 Prozent gespart – und dass ohne langatmiges Handeln.

 

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Leserkommentare

Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
03.10.2009 09:37 Uhr
Engerling: Die kleine Flohmarkt-Fibel
Guter Artikel
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Foto: Colourbox.com ID:2310
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