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Online-Auktionen

Kostenlos bei Ebay anbieten

15.10.2010
Von Sandra Petrowitz
Ebay als Flohmarkt: Private Verkäufer können Artikel zum Startpreis von einem Euro und mit Galeriebild anbieten – und zahlen dafür keinerlei Angebotsgebühren. Eine andere Möglichkeit, Überflüssiges kostenfrei zu verkaufen, sind die Ebay-Kleinanzeigen.
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Mit der Möglichkeit, als privater Verkäufer kostenlos Artikel zur Versteigerung anzubieten, will das Auktionshaus den – zwischenzeitlich abhanden gekommenen – ursprünglichen Charakter wieder beleben. Das Einstellen eines Artikels ist für Privatverkäufer kostenlos, wenn die Auktion bei einem Startpreis von einem Euro beginnt und die angebotene Ware nur in einer Produktkategorie angeboten wird.

In diesem Fall gibt's auch das sogenannte Galeriebild kostenlos, das etwaigen Interessenten schon auf der Ergebnisseite anzeigt, wie der angebotene Artikel aussieht. Angenehm für die privaten Verkäufer: Sie gehen bei der Auktion praktisch keinerlei Risiko ein, denn nur wer das Angebotene auch verkauft, muss etwas zahlen. Wer auf der Ware sitzen bleibt, hat keine Kosten. Das gilt allerdings nur für maximal 100 Artikel im Monat. Wer mehr anbietet, zahlt die normale Angebotsgebühr.

Ganz umsonst ist diese Großzügigkeit allerdings nicht

Im Zuge der Gebührenreform hat Ebay bereits mehrfach die Verkaufsprovisionen angepasst, zuletzt im Juni 2011 – und zwar in aller Regel nach oben. Seither werden einheitlich 9 Prozent des Verkaufspreises als Provision fällig. So kassiert Ebay bei einem Verkaufspreis von 200 Euro nun 18 Euro Provision. Zum Vergleich: Vor der letzten Gebührenerhöhung musste der Verkäufer, wenn er etwas für 200 Euro verkauft hatte, nur 11,50 Euro Provision bezahlen. Für verkaufte Autos, Motorräder und Boote gelten weiterhin feste Provisionen.

Fazit: Wer schon lange mal den Dachboden entrümpeln wollte, hat mit den kostenlosen Angeboten einen Grund mehr dazu und geht kaum noch ein Risiko ein. Die Gebühren, die bei einem erfolgreichen Verkauf anfallen, sollte man allerdings im Auge behalten – und zwar genauer denn je.

Alternative Kleinanzeige

Eine andere Variante, Überflüssiges bei Ebay zu verkaufen, ohne dafür Gebühren zu zahlen, sind die Ebay-Kleinanzeigen. Im September 2009 gestartet und aus dem früheren Portal Kijiji hervorgegangen, richtet sich das Angebot vor allem an private Nutzer – und setzt auf regionale Nähe: Persönlicher Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer ist ebenso erwünscht wie notwendig. Wer etwas verkaufen möchte, muss sich, anders als bei Ebay selbst, nicht registrieren. Die Kontaktaufnahme zum Verkäufer erfolgt über E-Mail oder Telefon, das Geschäft wird bei einem persönlichen Treffen in der direkten Umgebung abgeschlossen. Gebühren fallen nicht an. Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist allerdings zwingend erforderlich.

Neben Produkten in zehn Kategorien wie "Auto, Rad & Boot", "Familie, Kind & Baby", "Multimedia & Elektronik" oder "Unterricht & Kurse" vermittelt die Kleinanzeigen-Plattform auch Immobilien, Jobs und Haustiere. Offenbar mit Erfolg: Ebay spricht von rund 80 Millionen Besuchern pro Monat auf seiner Kleinanzeigen-Seite – damit sei man (gemeinsam mit anderen Kleinanzeigen-Portalen im Ebay-Imperium) der weltweite Marktführer in Sachen Online-Kleinanzeigen. Die Angebotspalette fällt auf den ersten Blick ähnlich umfangreich aus wie auf dem Ebay-Auktionsportal: Die Suche nach "Fahrrad" in München (Toleranz: zehn Kilometer) fördert 766 Kleinanzeigen zutage, während es zum gleichen Thema bei Ebay 627 Angebote gibt. Rechnet man aus dieser Zahl jedoch die Auktionen heraus, bei denen Neuware verkauft wird, bleiben beim Auktionsportal nur noch 129 Fahrrad-Angebote übrig – und dann wird deutlich, dass der Kleinanzeigen-Markt eine ernstzunehmende Alternative zum herkömmlichen Ebay-Angebot darstellt. Fazit: Gerade für sperrige, schwer zu verpackende oder nur teuer zu versendende Dinge könnte sich das Aufgeben einer Kleinanzeige lohnen.
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Leserkommentare

Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
05.07.2009 13:48 Uhr
Ausbildungsplatzsuchender: Provisionen sind unangemessen hoch
Also mir war das früher lieber, als es noch feste Gebührenstrukturen gab. Die heutige Gebührenstruktur ist insgesamt – auch wenn man weniger Risiko eingeht, Gebühren trotz unverkaufter Waren zu bezahlen – viel teurer. Außerdem werden die Extras - wie das XXL-Bild - wohl weiterhin Geld kosten.

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Foto: Johannes Eisele/ddp ID:1024
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