Kochen
Zehn Spargebote für Clevere
04.03.2012
Von Florian Junker
Selbstgekochtes ist gesund, lecker – und nach Meinung von Energieexperten oft unnötig teuer. Denn alte Pfannen, ein mit Blechen voll gestopfter Backofen und Töpfe ohne passenden Deckel verbrauchen unnötig viel Strom. Geldsparen verrät, wie man durch kleine Tricks viel Energie und sogar Zeit sparen kann.
Natürlich kann man auch erst einmal großzügig investieren. Wenn Ihnen diese Methode besonders sympathisch ist, lesen Sie am besten gleich unseren Tipp 10. Denn langfristig ist es sowohl für den Geldbeutel als auch die Umwelt vernünftig, den 20 Jahre alten Herd gegen ein effizienteres Koch-Gerät auszutauschen.
Aber auch wenn Sie gerade kein Geld übrig haben oder in einer Mietwohnung mit Einbauküche wohnen, kann man mehr als ein Drittel der Stromkosten beim Kochen einsparen. Die zehn Geldsparen-Gebote für clevere Köche:
1. Deckel drauf
Jeder Topf in Ihrem Schrank hat seinen passenden Deckel? Dann verzichten Sie so oft wie möglich aufs Cabrio-Kochen! Denn das kann Sie teuer zu stehen kommen: Wer zum Beispiel seine Nudeln grundsätzlich ohne Deckel kocht, verbraucht etwa dreimal so viel Energie wie mit passendem Aufsatz. Selbst ein gekippter Verschluss kostet noch doppelt so viel Strom. Verzichten Sie deshalb wann immer möglich auf zu viel Offenheit.
2. Auf die Größe kommt es an
Ein Daumen breit ist die Kochplatte größer als der Topf? Das sieht nach nicht viel aus, macht in der Energiebilanz jedoch einen Riesenunterschied! Bis zu 20 Prozent an unnötigem Stromverbrauch kommt so dazu. Beim Kauf von Töpfen und Pfannen lohnt es sich deswegen, den Durchmesser seiner Herdplatten im Kopf oder auf einem Spickzettel dabei zu haben. Köchelt man gerne für mehrere Personen, statt dem extra-breiten Modell lieber einen Kochtopf wählen, der unten gut zur Platte passt und dafür lieber etwas höher ist.
3. Dampf nutzen
Ein sogenannter Schnellkochtopf gart Speisen unter Dampfdruck besonders zügig. Das Verfahren ist nicht nur zeitsparend, sondern verbraucht auch deutlich weniger Strom. Wer also zum Beispiel oft Kartoffeln kocht, sollte sich einen Dampfkochtopf zulegen, denn er verbraucht rund 30 Prozent weniger Energie. Markentöpfe sind zwar etwas teurer, aber Verschleißteile wie Dichtungen lassen sich auch noch in ein paar Jahren kostengünstig auswechseln, das spart langfristig eher Geld.
4. Backofen bewusst nutzen
Im Backofen wird der Braten knusprig und Überbackenes kross, doch das hat seinen Preis: Denn Brutzeln im Rohr verbraucht bis zu fünf Mal so viel Strom wie das Braten auf einer Herdplatte. Deshalb sollten vor allem kleine Mengen besser nicht in die Röhre. Wenn es aber ohne heißen Ofen nicht geht, schont die Umluftfunktion die Energiebilanz um bis zu 25 Prozent, da hier die Temperatur in der Regel 20 bis 30 Grad niedriger gewählt werden kann. Vorheizen ist fast immer unnötig. Dafür sollten Sie kurz in die Röhre schauen, bevor es los geht: Alle unnötigen Bleche oder Gitter aus dem Ofen entfernen, sie müssen sonst mit erhitzt werden und sind daher eher Energieräuber. Und besser öfter die Klappe halten und nur durchs Ofenfenster nachschauen, ob Kuchen oder Braten bald fertig sind. So entfleucht keine kostbare Energie und man kann oft schon ein paar Minuten eher den Backofen abschalten. Die Restwärme vollendet dann kostenlos das Werk. Bei 40 Minuten Backzeit kann zum Beispiel oft schon nach 30 Minuten der Saft abgedreht werden und ein Viertel der Energie gespart werden. Einfach mal ausprobieren!
5. Kleine Welle machen
Die Mikrowelle eignet sich sehr gut, um schnell Gefrorenes aufzutauen und kleine Portionen zu erhitzen. Sparsamer ist es aber, Gefriergut einfach rechtzeitig aus dem Eisschrank zu nehmen, denn das kostet praktisch nichts. Auch wenn mehr als 500 Gramm erwärmt werden sollen, ist eine Herdplatte meist schneller und sparsamer als ein Mikrowelle.
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