Bei fremdsprachigen oder vergriffenen Ausgaben von Büchern wird man meist im Internet fündig. Dann aber sollte man ein bisschen stöbern und mehrere spezialisierte Plattformen besuchen – so lässt sich oft Geld sparen.
Ein Beispiel für ein deutschsprachiges, längst vergriffenes Buch: "Asterix, das Trivialepos Frankreichs", eine Analyse der Bild- und Sprachartistik, von Andre Stoll ist beim Buchhändler
Amazon zum Zeitpunkt unserer Abfrage nur noch im sogenannten
Marketplace erhältlich, also bei Drittanbietern, die Amazon gegen Gebühr als Verkaufsplattform nutzen. Bester Preis hier: 4,49 Euro inklusive Versand.
Das Stöbern bei
Booklooker, einer Basis für gebrauchte Bücher, bringt zwei Euro Ersparnis: Das günstigste Exemplar kostet hier 3,19 einschließlich Versandkosten. Ebenfalls eine empfehlenswerte Adresse ist
findmybook.de. Allerdings sind dort Angebote sowohl mit als auch ohne Versandkosten gelistet, und wer wissen will, wie viel er am Schluss wirklich bezahlt, muss sich in manchen Fällen erst auf die Anbieter-Webseite weiterleiten lassen. Und so kostet das Buch mit dem günstigsten Preis (1,99 Euro) am Ende insgesamt 3,19 Euro – weil 1,20 Euro Versandkosten dazukommen.
Teure Antiquariate
Beim
Zentralen Verzeichnis Antiquarischer Bücher, kurz ZVAB genannt, stehen ebenfalls mehrere Angebote ab 4,88 Euro einschließlich Versandkosten zur Auswahl. Das ZVAB sammelt Offerten von 3.000 Antiquariaten aus 27 Ländern – wer etwas Exklusives sucht, dürfte hier am ehesten fündig werden. Die Preise für häufig angebotene Second-Hand-Bücher sind allerdings beim Verkauf von privat – etwa beim Amazon-Marketplace oder bei Booklooker – häufig deutlich niedriger als bei den Antiquariaten.
Weil fremdsprachige Literatur in den meisten Buchhandlungen ziemlich teuer ist, lohnt sich der Preisvergleich bei englischen, französischen, spanischen oder italienischen Ausgaben doppelt. Auch solche Bücher lassen sich mit ein bisschen Eigeninitiative aufstöbern – nicht nur auf den bereits genannten Seiten. Eine weitere gute Adresse für alle, die sich auf englischsprachigen Internetseiten problemlos zurechtfinden:
Alibris, eine US-Internetplattform, die – ähnlich wie Amazon Marketplace – gebrauchte Bücher vermittelt. Nutzer in Europa kommen aber mitunter schneller und billiger zum Ziel, wenn sie den
britischen Alibris-Ableger nutzen.
Wichtig: Die US-amerikanischen und kanadischen Anbieter akzeptieren oft nur Kreditkarten als Zahlungsvariante. Und: Wer teure Bücher in Übersee bestellt, muss damit rechnen, dass
Zollgebühren und Steuern dazukommen. Teuer heißt in diesem Fall: teurer als 22 Euro. Denn bis zu diesem Wert sind Waren im Postversand einfuhrabgabenfrei. Sind die importierten Bücher teurer als 22 Euro, aber billiger als 150 Euro, ist die Einfuhr immerhin noch zollfrei; Einfuhr-Umsatzsteuer fällt aber trotzdem an.
Übrigens: Wenn Sie sich eher für Hörbücher interessieren, finden Sie Informationen in unserem Artikel "
Schönes für die Ohren".