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Ernährungsmärchen

Was wirklich dran ist

21.01.2012
Von Sandra Petrowitz
Wer kennt sie nicht, die guten oder zumindest gut gemeinten Ratschläge echter und selbst ernannter Experten rund ums Essen und das leidige Thema Gewicht? Wir sagen, was an fünf der populärsten Ernährungsmärchen wirklich dran ist – und wie man es schafft, sich gesund zu ernähren, ohne sich zu kasteien.
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1. Das tägliche Frühstücksei schadet nicht
 
Falsch. Eier enthalten relativ viel Fett und Cholesterin, deswegen sollte das Frühstücksei nicht jeden Tag auf dem Speiseplan stehen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) enthält ein Hühnerei etwa sechs Gramm Fett – das ist ein Zehntel der empfohlenen Tagesmenge von 60 bis 80 Gramm. Daher empfehlen Fachleute: Zwei bis drei Eier pro Woche reichen völlig aus. Achtung, nicht schummeln: In dieser Menge sind auch verarbeitete Eier wie beispielsweise im Auflauf enthalten!
 
2. Margarine ist gesünder als Butter
 
Kommt auf die Menge an, die man zu sich nimmt – sowohl Butter als auch Margarine sind Kalorienbomben. Grundsätzlicher Unterschied: Butter enthält tierische Fette, Margarine pflanzliche. Bestimmte Bestandteile pflanzlicher Fette sind wichtig für den Körper, weil er diese Stoffe nicht selbst bilden kann. Dabei ist aber auch Margarine nicht gleich Margarine, denn die Öle, aus denen sie gewonnen wird, haben unterschiedliche Eigenschaften: Rapsöl beispielsweise hat eine gute Fettsäure-Kombination, ebenso Distelöl, Sojaöl und Olivenöl. Deshalb sollten Verbraucher bei Margarine darauf achten, dass sie möglichst aus diesen Ölsorten hergestellt worden ist.

Außerdem empfehlen Ernährungsexperten ungehärtete Margarine – denn durch das Härten werden die Vorteile pflanzlicher Fettsäuren wenigstens teilweise wieder zunichte gemacht. Und was ist nun mit der Butter? Die ist auch wichtig, denn sie liefert nicht nur Kalorien, sondern auch die Vitamine A und D. Fazit: Beides nutzen – aber in Maßen.


3. Fünf kleine Mahlzeiten sind besser als drei große

Auch hier kommt’s drauf an: Wer nur zu den drei Hauptmahlzeiten isst, läuft eher Gefahr, dass er zwischendurch Hunger bekommt und nascht. Bei fünf Mahlzeiten besteht hingegen das Risiko, dass man bei jeder einzelnen zu viel zu sich nimmt. Dennoch rät die DGE zu fünf kleineren Mahlzeiten, „da das Hungergefühl meist geringer ist, Heißhungerattacken eher verhindert werden können und die Lebensmittelauswahl abwechslungsreicher gestaltet werden kann“. Als Zwischenmahlzeiten kommen vor allem Obst, Gemüse und fettarme Milchprodukte in Frage. Die Zusammensetzung der Mahlzeiten spielt generell die größte Rolle: Hauptbestandteile des Essens sollten Gemüse, Obst und Vollkornprodukte sein. Und: Abwechslung und Vielfalt sind wichtig – sonst wird’s schnell langweilig, ganz egal ob drei- oder fünfmal am Tag.
 

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Leserkommentare

Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
30.08.2010 14:54 Uhr
Michael Blobel: "Gesunde Ernährung"
Irmgard ich kann Deinen Kommentar nur absolut unterstützen.
Gesunde Ernährung wird täglich immer schwieriger, denn die meisten Lebensmittel, selbst diejenigen die als gesund angepriesen werden, verdienen kaum noch als Lebensmittel bezeichnet zu werden. Wenn Ihr Euch mal die Mühe macht und lest was da so alles drin ist, - mir kommt teilweise das Grausen - nur noch Chemie, nichts natürliches mehr.
Zum Thema Zucker, lieber Hartmut,: es gibt kaum noch Fertigprodukte, die nicht irgendwelche Zucker : Glucose, Maltrose, Froctose etc. noch schlimmer sind die Zuckerersatzstoffe -, enthalten. hier nur einige Beispiele: sämtliche Back-und Brotwaren, Wurstwaren , selbst im Schinken, in zubereiteten Milchprodukten, sämtlichen Fertiggerichten und Konserven etc. .
Das heisst : Du solltest entweder diese Fertigprodukte meiden oder auf zusätzlichen Zuckerkonsum verzichten. Der Körper produziert im Stoffwechselprozess die benötigte Menge an Zucker selbst.
Überflüssige Zuckermengen werden in Form von Fett im Körper gespeichert!
03.02.2010 13:56 Uhr
Hartmut Holz: Gesunder Erährung So geht's
Dass mit dem Zucker sollte man nicht so eng sehen. Denn wenn es, mit dem Zuckergenuss, nicht übertreibt, dann schadet dieses Lebensmittel auch nicht.
31.01.2010 09:11 Uhr
roland menzel: Ernährungstipps
Danke für die wertvollen Ernährungstipps. Würde mich freuen, weiterhin solche Tipps zu bekommen.
30.01.2010 20:21 Uhr
Irmgard Guse: "Ernährungsmärchen"
Eine Aufklärung zum Thema Essen wäre ja so nötig und sinnvoll - aber bei diesen Ratschlägen streuben sich mir die Haare - da stecken so viele Falschinformationen drin. Bitte informieren Sie sich doch mal richtig über eine vollwertige Ernährung und geben Sie dieses Wissen weiter!
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