Kabellos im Internet surfen: Gerade mit einem Laptop gehört das heute schon in vielen Haushalten zum alltäglichen Luxus. Wer allerdings Fehler bei der Installation macht, begibt sich in Gefahr! Wie Sie sich kostenlos vor Datendieben, Trittbrettsurfern und Co. schützen, verrät geldsparen.de
Das Internet ist ein Segen und ein Fluch. Auf der einen Seite bietet es unglaublich viel und wer möchte heute schon noch auf Googeln, Mailen oder Online-Banking verzichten? Andererseits steigt mit der Nutzung auch die Gefahr, denn nicht nur Viren und Trojaner lauern in vielen Ecken des Netzes. Eine kabellose Netzwerkverbindung (W-LAN) ist außerdem oft eine willkommende Einladung für Bösewichte. Wer seine Funkverbindung nicht absichert, riskiert Datenklau oder kriminelle Trittbrettfahrer. Und das kann nicht nur teuer werden, wenn jemand zum Beispiel die Kommunikation mit Ihrer Bank abgreift und Ihr Geld vom Konto schleust.
Es ist auch strafrechtlich relevant, wenn man sich vorstellt, dass jemand über Ihren Internetanschluss Kinderpornos herunterlädt oder Betrügereien abwickelt. Wer mehr Sicherheit will, muss nicht sofort in ein teures Abwehrsystem investieren. Schon mit ein paar kostenlosen Maßnahmen können Sie Ihren Sicherheitsstandard steigern und zum Nulltarif verbessern.
Neue Untersuchung
Ihr kabelloses Netzwerk besteht bereits länger und Sie wissen nicht genau, wie sicher es ist? Dann untersuchen Sie es doch einfach einmal. Mit den
kostenlosen Programmen Netstumbler (ältere Windows Systeme) bzw.
Vistumbler (Windows Vista und Windows 7) erfahren Sie auf einen Blick alles Wissenswerte über sämtliche WLAN-Verbindungen in Ihrer Umgebung.
Selbst ohne Download lässt sich viel in Erfahrung bringen, denn bei Windows-Rechnern reicht in der Regel schon ein Blick in die Netzwerksteuerung, um die wichtigsten Dinge über den Sicherheitsstandard zu erfahren. Klicken Sie dafür auf das Symbol mit den zwei Bildschirmen (rechts unten) mit der rechten Maustaste und versuchen Sie, eine Verbindung herzustellen. In der folgenden Übersicht über die zur Verfügung stehenden Netzwerke können Sie beim Darüberfahren mit der Maus oder einem erneuten Rechtsklick sehen, ob Sie in einem „sicherheitsaktivierten“ also verschlüsselten W-LAN surfen. Dabei gilt der Standard WPA2 als sicher, WPA als relativ „ok“ und WEP ist besser als nichts.
Erste Hilfe
Ihr W-LAN ist gar nicht abgesichert oder nur mit WEP? Als erste und günstigste Maßnahme erhöht es enorm die Sicherheit, Ihre Funkverbindung nur dann anzuschalten, wenn Sie sie auch benutzen. Also in der restlichen Zeit einfach den Stecker des Routers ziehen, das spart auch noch Strom. Und so kann zumindest in der restlichen Zeit niemand auf Ihren Namen und Ihre Kosten im Netz surfen. Außerdem macht es das Knacken der Verschlüsselung aufwendiger, wenn Hacker dafür nicht unbegrenzt Zeit haben. Besser ist es natürlich, Ihr WLAN wirklich sicher zu verschlüsseln. Dazu müssen Sie sich mit Ihrem Access Point (bei DSL ist das in der Regel ein Router) und Ihrer WLAN-Karte bzw. ihrem WLAN-Stick auseinandersetzen. Manchmal bieten die Hersteller auf ihren Internetseiten kostenlose Aktualisierungen (sogenannte Firmwareupdates) dieser Produkte an, die dann auch eine bessere Verschlüsselung ermöglichen.