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Spam-Mails

Was gegen den Müll hilft

25.08.2009
Von Alexander Sedlak
Experten sagen, dass über 90 Prozent des weltweiten E-Mailverkehrs Spam-E-Mails sind. Wer einige grundlegende Regeln beachtet, kann sich wirksam vor der unerwünschten Flut elektronischer Post schützen.
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Ganz egal, ob die zugestellten E-Mails kommerziellen oder gar betrügerischen Inhalts sind, Spam bedeutet sowohl für den einzelnen Internetnutzer als auch für die gesamte Wirtschaft weit mehr als eine einfache Belästigung. Da in vielen Fällen mit den besagten Mails Verweise auf Internetseiten versendet werden, die den Besucher mit Schadsoftware infizieren können, kann die Problematik jeden Empfänger ganz direkt betreffen. Der wirtschaftliche Schaden, der durch Spam entsteht, ist gigantisch. Aus gutem Grunde sollte man einige bewährte Maßnahmen beherzigen, die es den oftmals kriminellen Spam-Versendern zumindest möglichst schwer machen, mit ihren Machenschaften erfolgreich zu sein.
Umgang mit erhaltenen Spam-Mails

Antworten Sie niemals auf empfangene Spam-Mails. Eine Antwort, ganz egal welchen Inhalts, verrät dem Absender, dass seine Mail zugestellt wurde und wird in den meisten Fällen nur dazu führen, dass Sie in Zukunft noch mehr unerwünschte Post erhalten.

Klicken Sie niemals auf einen Link oder eine Grafik in einer Spam-Mail. Anderenfalls kann es passieren, dass Sie auf eine Internetseite geleitet werden, die mit Schadsoftware infiziert ist. Das kann sehr schnell gehen und liefert dem Versender der Mail ebenfalls die Gewissheit, dass seine Mail zugestellt wurde. Zudem kann der PC Schaden nehmen. Ganz generell muss man immer wieder wiederholen, dass man am besten alle unerwünschten und unverlangten E-Mails, und solche, deren Absender unbekannt ist, direkt löscht und gar nicht erst anschaut.

Vorbeugende Maßnahmen

Viele Antiviren-Programme enthalten im Lieferumfang einen Spam-Filter. Das beschränkt sich allerdings auf die kommerziellen, also kostenpflichtigen Angebote von Antivirus-Software. Die Funktionsweise ist die, dass im E-Mailprogramm (z.B. MS Outlook) ein gesonderter Ordner automatisch erzeugt wird, in den die als Spam identifizierten E-Mails geleitet werden. Der Inhalt dieses Ordners sollte aber hin und wieder untersucht werden, denn es kann passieren, dass auch die eine oder andere harmlose Mail fälschlicherweise dorthin einsortiert wird. Eine andere Möglichkeit ist, den Antispam-Service des E-Mail-Providers (z.B. gmx.de, web.de) zu nutzen. Mails, die als Spam identifiziert werden, landen automatisch im Spamverdacht-Ordner und werden gar nicht erst zugestellt. Stattdessen kann der Nutzer per E-Mail informiert werden, dass verdächtige Post vorhanden ist.

Achten Sie darauf, Ihre E-Mail-Adresse möglichst geheim zu halten, besonders in Internet-Communities. Oftmals kann in den persönlichen Einstellungen gewählt werden, ob Kontaktdaten öffentlich sichtbar sind, oder immer geheim bleiben. Generell sollten Sie Ihre Mailadresse nur vertrauenswürdigen Personen mitteilen.
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Verwenden Sie keine leicht zu durchschauenden E-Mail-Adressen für derlei Zwecke, etwa nach dem Muster „Vorname.Nachname@XXX.de“, vor allem dann, wenn der eigene Nachname nicht all zu ungewöhnlich ist, also beispielsweise Müller, Maier oder Schmidt lautet. Spammer, also die Absender, versenden oft wahllos tausende von E-Mails, bei denen ganz einfach häufige Vor- und Nachname kombiniert werden. Den Namen der Mailadresse kann man frei wählen und schon das bloße Einsetzen einer Ziffer an einer beliebigen Stelle, erschwert den Spam-Erfolg ganz erheblich.

Legen Sie sich mindestens eine zweite E-Mail-Adresse zu, die Sie für Online-Bestellungen, für die Teilnahme in Online-Communities oder das Chatten verwenden. Steigt die Spam-Flut, die über eine solche Mailadresse zu Ihnen kommt, stark an, wechseln Sie einfach den Anbieter und damit die Mailadresse. Das Spiel kann von vorne beginnen. Kostenlose E-Mail-Provider gibt es wie Sand am Meer, Sie können im Grunde sämtliche Anbieter der ganzen Welt nutzen, sofern Sie nur darauf Zugriff bekommen.
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