Microsoft Office führt den Markt für Office-Software nach wie vor deutlich an. Aber die Konkurrent OpenOffice.org und LibreOffice haben inzwischen auch schon deutlich an Marktanteil gewonnen. SoftMaker Office ist ein interessanter Player aus Deutschland, der immer stärker und vor allem besser wird. Die aktuelle Version 2012 ist vor wenigen Monaten erschienen und überzeugt durch ein gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis.
Das Microsoft-Produkt ist in der Minimalversion "Home and Student 2010" für rund 100,- Euro erhältlich und enthält die bekannten Programme Word, Excel und PowerPoint. Vor allem für Privatanwender sind diese drei Programme in den meisten Fällen völlig ausreichend, da eine große Anzahl von Aufgaben und Anforderungen damit gut erledigt werden kann. Was in dieser Version allerdings schmerzlich vermisst wird, ist das E-Mailprogramm Outlook. Das gibt es erst aber der Office-Standardversion, und die schlägt schon mit knapp 300,- Euro zu Buche. Schon immer gab es Alternativen zu der Microsoft-Programmfamilie, und die sind umso interessanter geworden, seit Microsoft entschieden hat, die Bedienoberflächen der Programme vollständig neu zu gestalten und das bisherige System mit Aufklappmenüs durch eine Art Registerfunktionalität zu ersetzen. Das Ergebnis davon ist nämlich, dass viele Nutzer sich bis heute in der neuen Struktur nicht zurecht finden. Diese Umstellung fand übrigens schon mit der Einführung von Office 2007 statt.
Mit SoftMaker Office ist eine weitere Programmfamilie auf dem Markt erhältlich, die den MS-Produkten Konkurrenz macht. Die Entsprechungen der jeweiligen Microsoft Programme heißen hier TextMaker (für Word), PlanMaker (für Excel) und SoftMaker Presentations (für PowerPoint). Mit Erscheinen der neuesten Version 2012 ist erstmals auch eine "Professional" Variante der Programmfamlie erschienen, diese enthält auch ein Pendant zum gefragten Outlook: eM Client 3.5.
Das Programmpaket ist in der Version 2012 bislang nur für Windows erhältlich. Die Standardversion (ohne E-Mailprogramm) kostet beim Hersteller 69,95 Euro, die Professional-Variante ist für 99,95 Euro zu haben. Allerdings bietet beispielsweise www.bol.de auf die Professional-Version einen Rabatt von 10%. Wer schon eine ältere Softmaker-Version besitzt, oder eine Lizenz von Ashampoo-Office, der kann für 59,95 Euro ein Upgrade auf Softmaker Professional 2012 erwerben. Hauptvorteile gegenüber Microsoft Office sind der günstigere Preis bei gleichzeitig sehr großem Angebot an zusätzlichen Features, die Microsoft nicht anbietet. Weiterhin die übersichtliche und gut strukturierte Menüführung, die eine unkomplizierte Bedienung auch für weniger versierte Anwender ermöglicht.
Ganz klar, der große Favorit von Softmaker Office ist die Professional Variante. Sie bietet ein großes Mehr an Möglichkeiten, für nur etwas mehr Geld. Die Vorteile gegenüber Microsoft Office und OpenOffice.org / LibreOffice liegen auf der Hand: ein sehr
schneller Programmstart, eine gut strukturierte Bedienoberfläche sowie integrierte Wörterbücher. So erfolgt der Aufruf des Programms sogar wesentlich schneller als bei OpenOffice.org oder LibreOffice, was ein immer wieder bemängelter Nachteil dieser Softwaresuiten ist. Die integrierten Langenscheidt-Wörterbücher können als Nachschlagwerke oder für Fremdsprachen benutzt werden. Und der Duden-Korrektur schlägt die Rechtschreibprüfungen aller anderen Programme. Wer den Duden-Korrektur nutzen will, muss diese Software gewöhnlich für mindestens 19,95 Euro kaufen.
Was für Softmaker spricht
Der größte Vorteil von Softmaker Office gegenüber OpenOffice.org und LibreOffice ist sicherlich die bessere Kompatibilität gegenüber Dateien von Microsoft Office. Besonders bei komplexeren Dokumenten kommt es bei OpenOffice.org und LibreOffice relativ schnell zu Darstellungsproblemen oder sogar zu Verlusten, hinsichtlich des Inhalts. Dies kann recht gravierend sein. Softmaker Office hingegen verfügt über leistungsfähigere Importfilter und kann mithin besser als OpenOffice.org für die Bearbeitung von Word-, Excel- oder Powerpoint-Dokumente herangezogen werden. Wir haben dies intern getestet und können die Herstellerangaben bestätigen. Darstellungsprobleme, auch mit komplexeren Dokumenten, sind nicht aufgefallen. Zudem beherrscht Softmaker 2012 auch das Erstellen von Dokumenten in den neuen Dateiformaten docx, xlsx und pptx.
Einen großen Pluspunkt erhält Softmaker Professional für die gelungene Integration des Outlook-Pendants eM Client Pro 3.5. Das Programm muss vor dem großen Original aus USA nicht zurückstehen, es unterstützt im Grunde alle Funktionen, die auch Outlook kann: E-Mail, Kontakte, Termin- und Aufgabenverwaltung. Dabei ermöglicht es auch den Abgleich mit lokalen und Internetbasierten Kalendern wie z.B. Google Kalender und iCal sowie das Sharing, die Synchronisation und Import von Kontakten und E-Mails aus Google-Mail, Thunderbird, Outlook-Express und Facebook. Mit diesem neuen Programmbestandteil hat Softmaker den Anschluss an das Leistungsspektrum des Marktführers endgültig geschafft und diesen dabei sogar überholt.
Alle Versionen von Softmaker Office sind für 3 Installationen lizenziert, das heißt, die Programmsuite darf auf bis zu 3 Rechnern installiert werden. Die Programme sind neben Deutsch in einer Vielzahl von Sprachen erhältlich, was die Benutzeroberflächen anbelangt. Die integrierten Wörterbücher unterstützen aber eine noch viel größere Anzahl von Sprachen. Möglich ist der Kauf Software als Download, direkt von der Homepage des Softwareherstellers www.softmaker.de. Benutzerhandbücher und kostenlose Testversionen stehen im Bereich "Downloads" zur Verfügung. Und wer sein Softmaker Office lieber im Postversand als Paket beziehen mag, der kann ebenfalls direkt beim Hersteller oder im freien Softwarehandel fündig werden. Jedem Paket liegt ein ausführliches Benutzerhandbuch bei.
Weitere Pluspunkte für Softmaker Office sind die Darstellung mehrerer geöffneter Dokumente in Form von Tabs, sowie eine Funktion für den PDF-Export. Diese bietet viele sinnvolle Einstellmöglichkeiten, um PDFs je nach Anforderung direkt und rasch erstellen zu können.