Der „Safer Internet Day“ hat sich jahrelang vor allem um PC und Laptops gedreht. Doch inzwischen ist Deutschland noch viel mobiler geworden. Der Tag der Datensicherheit ist darum dem Thema Smartphones gewidmet. Zehn wichtige Sicherheitsregeln.
Der Branchenverband Bitkom hat nämlich herausgefunden, dass bereits 43 Prozent aller in Deutschland verkauften Handys Smartphones sind. Die internetfähigen Multimedia-Telefone sind eigentlich kleine Computer – und damit ein Einfallstor für Datenbetrüger. Mehr als die Hälfte der Nutzer fühlen sich nach einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom unsicher, wenn sie mit ihrem Smartphone im Internet unterwegs sind.
Die Deutschen lieben es zudem, mit Apps ihre iPhones, Samsung Galaxys oder HTC Sensations noch vielseitiger – und angreifbarer zu machen. Chat-Programme, Wetter-Auskunft, Navigation oder das TV-Programm – dazu gibt es Hunderte Mini-Programme, die auf den Geräten installiert werden können. Mehr als 15 Millionen Handybesitzer machen das laut Bitkom schon. Im Durchschnitt laufen 17 Programme pro Gerät.
Und das ist für Verbands-Chef Dieter Kempf auch ein wesentlicher Grund, warum die Smartphone-Nutzer wachsam sein sollten: „Bei Smartphones und Apps sollten Verbraucher so sorgfältig auf Ihren Schutz achten wie am PC“, sagt Kempf. Da gibt es großen Nachholbedarf, sagt der Bitkom-Präsident: „Jeder dritte liest nie eine Datenschutzerklärung, weitere 49 Prozent nur selten oder manchmal. Und nur jeder Dritte, der überhaupt solche Erklärungen liest, hat sie schon einmal bis zum Ende durchgelesen.“ Der Verband hat darum an Regeln mitgearbeitet, die Smartphones sicherer machen sollen. Doch dabei muss der Kunde selbst mitarbeiten. Einfache Regeln helfen dabei.
Zehn Regeln zum sicheren Umgang mit dem Smartphone
Lesen bildet: Studieren Sie vor dem Kauf, welche Datenschutzeinstellungen auf dem Gerät voreingestellt sind – und welche Sie zulassen wollen. Überlegen Sie sich vor dem Kauf, welche Sicherheitsanforderungen Sie an Ihr Gerät haben.
Safety first: Benutzen Sie Ihre Pin, Gerätesperrcode sowie den Zugangscode. Halten Sie Geheimzahlen auch geheim (Nicht auf die Handy-Rückseite schreiben).
0900, 0180 oder 0137: Wenn Sie Anrufer mit solchen Vorwahlen nicht kennen – rufen Sie nicht zurück. Dahinter können sündteure Mehrwertdienste-Anbieter stecken.
Zugbrücke hoch: Aktivieren Sie WLAN und Bluetooth nur, wenn Sie diese Zugänge auch wirklich benötigen.
Öffentlich unsicher: Nutzen Sie öffentliche WLAN-Hotspots mit erhöhter Vorsicht – sie könnten genutzt werden, um den Inhalt Ihres Smartphone auszuspähen.
Bewegungsprofil, nein danke: Prüfen Sie, ob und welche Anwendung auf Ihrem Smartphone Sie orten darf – und ob Ihr Bewegungsprofil dort überhaupt angelegt werden soll.
Spaß beiseite: Auch wenn das Spiel noch so viel Vergnügen verspricht: Installieren Sie Apps auf Ihrem Handy nur aus Quellen, denen Sie vertrauen (zum Beispiel aus den Stores der Handy-Hersteller oder Netzbetreiber).
Nachrüsten: Führen Sie regelmäßig Sicherheitsupdates durch, damit Ihr Smartphone gegen neue Angreifer-Software gewappnet ist.
Stoppschild: Ist Ihr Handy oder auch nur die SIM-Karte gestohlen? Dann lassen Sie den Anschluss unverzüglich von Ihrem Anbieter sperren.
Smartphone in Rente: Bevor Sie Ihr altes Gerät verkaufen oder wegwerfen, sollten Sie unbedingt den Datenspeicher löschen und überschreiben, die SIM-Karte entfernen, sie an den Anbieter zurückgeben oder selbst vernichten.
Quelle: eigene Recherche; Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie; Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien
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