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Advent Computer

PC unterm Baum

14.12.2011
Von Alexander Sedlak
Auf vielen Weihnachts-Wunschlisten steht auch in diesem Jahr wieder ein neuer PC.  Wie man an den "richtigen" PC für seine eigenen Ansprüche kommt,  wo man rasch und günstig einkauft und bei welchen Schnäppchen man aufpassen sollte.
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Generell sollte man sich die Frage stellen, wofür man den PC benötigt. Danach richten sich nämlich die Anforderungen an Hard- und Software. Soll der Rechner hauptsächlich für Spiele genutzt werden, braucht er ein leistungsfähiges Grafiksystem und einen schnellen Prozessor. Für einfaches Surfen im Internet, E-Mails und Office-Anwendungen genügen dagegen durchschnittliche Leistungsdaten. Und wer hauptsächlich seine Musik- und Videosammlung digitalisieren und auf der Festplatte archivieren will, braucht viel Speicherplatz.

Discounter-Angebote


Die guten Angebote von Aldi und Co. sind mittlerweile schon fast legendär. Allerdings wurde  von den Spezialisten aus den Redaktionen der Fachzeitschriften wie Chip oder PC-Welt immer wieder bestätigt, dass der spezielle Vorteil dieser Geräte fast immer die umfangreiche Ausstattung ist. Wirklich billig sind die Geräte meist nicht. Kaum einer der privaten Nutzer vermag  die üppige Ausstattung sinnvoll einsetzen. Angesichts des  Überangebots darf man sich also getrost fragen, ob weniger nicht mehr wäre.

Aktuell gibt es bei Aldi-Nord und -Süd in den Fillialen ein Medion-Notebook mit 15,6-Zoll-Bildschirm zum Preis von 399 Euro, ein Weihnachtsschnäppchen. Das Gerät verfügt über ordentliche Leistungsdaten, hat eine 500 Gigabyte große Festplatte und die allerneueste USB-3-Schnittstelle für schnellsten Datenaustausch, zum Beispiel mit externen Festplatten. Beim Konkurrenten Lidl findet sich im Onlineshop das Notebook HP Pavilion g6 für 499 Euro. Dessen Leistungsdaten sind noch eine Spur besser, so bietet das Gerät einen  sechs Gigabyte großen Arbeitsspeicher, eine ebenfalls 500 Gigabyte große Festplatte sowie  den intel i3 Prozessor.

Im Fachhandel gibt es Geräte mit vergleichbaren Leistungsdaten, schlankerem Softwareangebot und guter Beratung. Und das zu einem meist günstigeren Preis, und zwar nicht nur in der Vorweihnachtszeit. Ein kompletter PC mit ausgewogener Hard- und Softwareausstattung ist schon für weniger als 400 Euro zu haben. Und wer auf das Windows-Betriebssystem verzichten kann, der bekommt ihn schon für 300 Euro.

Neuheiten in Sicht

Oft werden Käufe, die zu einer bestimmten Zeit – in unserem Fall Weihnachten – geplant waren, verschoben, weil das neue Jahr naht und damit die neuesten Geräte bald in den Läden erwartet werden. Ein anderer, scheinbar guter Grund fürs Verschieben ist die nächste Cebit, die größte und wichtigste Messe der digitalen Industrie im Frühjahr in Hannover. Hier werden Jahr für Jahr die Top-Neuheiten aus der Welt der Computer vorgestellt.

Das größte Problem dabei ist, dass die wenigen tatsächlich marktreifen Produkte, die auf der Cebit vorgestellt werden, zunächst unverhältnismäßig teuer sind. Weiterer Nachteil: Die neuen Festplatten, Speichermodule oder Grafikkarten haben anfangs häufig noch Mängel. Der Beta-Test erfolgt quasi beim Endkunden, und nur im Laufe der Zeit kann beispielsweise durch ein Firmware-Update einer Komponente die Funktion nachträglich verbessert werden. Aus diesem Grund ist es eher eine gute Idee, Weihnachtsangebote zu nutzen und noch vor dem Jahreswechsel einen Neukauf zu tätigen. Aber aufgepasst, Elektronikmarkt-Ketten bieten hin und wieder auch unausgewogene Komplettlösungen an.

Schlechte Komplettangebote, schlechte Beratung

Dass man beim beim Discounter schlecht beraten wird, ist nicht wahr, man bekommt hier im Grunde überhaupt keine Beratung. Anders in vielen Filialen der großen Elektronikmarkt-Ketten. Viele der dort anzutreffenden Kundenberater hätten selbst dringend Beratung nötig. Doch damit nicht genug, die angebotenen Komplett-PCs scheinen von ebenso unkundigen Spezialisten zusammengestellt worden sein. PCs mit schwächlicher Grafikleistung werden als „Gamer PC“ angepriesen, Multimedia-Maschinen enthalten oftmals kein Bluetooth, keine Firewire-Schnittstelle oder sind mit unterdimensionierten Festplatten ausgestattet. Dabei benötigen gerade Multimedia-Anmeldungen, also das Arbeiten mit Fotos, Musik oder Videos, sehr viel Speicherplatz und eine hohe Geschwindigkeit bei der Datenübertragung.

Tipp: Schenken Sie den Prospekten mit den "schärfsten" Angeboten keinen zu großen Glauben. Sollte sich im persönlichen Bekanntenkreis jemand befinden, der sich wirklich gut auskennt, nehmen Sie ihn zum Einkauf einfach mit.

 
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