Notebook, Handy und Co.
Wärmetod vermeiden
05.08.2011
Von Florian Junker
Steigt das Thermometer, kann es für Elektrogeräte schnell kritisch werden. Vor allem bei direkter Sonneneinstrahlung oder im Auto ist Alarmstufe rot angesagt. Geldsparen erklärt, wie Sie Ihre elektronischen Helfer vor Überhitzung schützen.
Nicht nur die meisten Lebewesen fühlen sich um 20 Grad Celsius am wohlsten, sondern auch Elektrogeräte laufen bei Zimmertemperatur am besten. Im Sommer müssen Mensch und Maschine aber deutlich mehr vertragen. So können Sie Ihre elektronischen Helfer vor dem Hitzetod bewahren:
Computer, Drucker, Fernseher und Co. schützen
Das Problem: Laut Prozessorherstellern sind Temperaturen in einem Computer bis maximal 40 Grad akzeptabel, sonst kann es zu Abstürzen, Datenverlusten und Hardwareschäden kommen. Damit das vermieden wird, surren in den allermeisten leistungsstarken Geräten Kühlventilatoren. In Sommern, in denen die Umgebungsluft über 30 Grad warm wird, reicht das Gebläse aber oft nicht aus. Ist noch kühlende Luft vorhanden, muss die möglichst gut strömen können.
Die Lösung: Fernseher und Co. sehnen sich im Sommer nach Schatten, um nicht zu überhitzen. Deswegen sollten gerade schwarze Geräte nicht in der prallen Sonne stehen. Also Jalousien, Vorhänge und Co. zur Beschattung auch wirklich nutzen. Eventuell leicht verrückbaren Geräten in der heißesten Jahreszeit ein neues (schattiges) Plätzchen suchen. Als Faustregel bei allen elektronischen Helferlein mindestens eine handbreit Platz zur Wand oder dem nächsten Gerät lassen – so heizen sie sich nicht gegenseitig auf. Laserdrucker und Kopierer, die viel Wärme produzieren können, sollte man außerdem sogar vorsorglich etwas extra Durchzug gönnen. Also Türen auf und eventuell sogar einen Ventilator in der Nähe des Geräts positionieren, der die warme Luft nach draußen transportiert. Ausnahme: In Büros großer Firmen sind in Drucker- und Serverräumen oft professionelle Klimaanlagen installiert, die am besten funktionieren, wenn die Türen geschlossen bleiben.
Coole Tricks: Nehmen Sie einen Staubsauger und entfernen Sie so den grauen Pelz von den Lüftungsschlitzen. Das verbessert den Luftstrom und außerdem isoliert der Staubmantel die Elektronik ungewollt, was die dringend nötige Abkühlung verhindert. Sammeln Sie zudem Kabel. Oft verhindern viele lose baumelnde Kabel einen vernünftige Belüftung. Investieren Sie deshalb ein paar Euro in hübsche Kabelsammler bzw. -schläuche oder praktische, wieder zu öffnende Kabelbinder. Machen Sie aus vielen Strippen einen Strang, dann kann die Luft besser strömen. Auf die Schnelle hilft es auch, die Kabel mit Teasafilm zusammen zu kleben. Gehäuse von Geräten aufzuschrauben und zum Beispiel einen Computer „nackt“ zu betreiben, kann dagegen eher kontraproduktiv sein! In gut durchdachten Geräten ist der Luftstrom so eingerichtet, dass eine ausreichende Kühlung gewährleistet wird und die ist in der Regel besser als ganz ohne Verkleidung.
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