Daten löschen
Auf Nummer sicher
24.12.2011
Von Alexander Sedlak
Wer seinen PC verkaufen oder verschenken möchte, sollte vorhandene Daten sicher von der Festplatte entfernen. Geldsparen zeigt, wie es geht, welche Hilfsmittel erforderlich sind und welche Methode die größte Sicherheit bietet.
Klar, nicht jeder, der einen gebrauchten PC kauft, ist auf der Suche nach pikantem Text-, Bild- oder sonstigem Material. Aber in vielen Fällen ist die Versuchung schon recht groß, im Datenbestand des Vorbesitzers zu schnüffeln. Nicht selten sind auch Informationen vom Online-Banking, Kontoauszüge, Schriftwechsel und dergleichen mehr, noch zu finden. Das alles geht niemanden etwas an und daher sollten diese alten Daten zuverlässig von der Festplatte entfernt werden, bevor diese entsorgt wird oder in die Hand eines neuen Besitzers übergeht.
Das einfache Löschen von Dateien durch Verschieben in den Papierkorb ist leider nicht ausreichend. Selbst wenn der Papierkorbinhalt anschließend mit der Funktion "Papierkorb leeren" entfernt wird, sind die gelöschten Daten auf recht einfache Art und Weise wieder herstellbar. Für diesen Zweck gibt es spezielle Software, mit deren Hilfe die gesamte Festplatte durchsucht und die gefunden Inhalte wieder hergestellt werden.
"Format C" reicht nicht
Auch der Befehl "Format C:" wird nicht den gewünschten Effekt zeigen, denn erstens lässt sich dieser bei modernen Systemen wie XP, Vista oder Win 7 gar nicht so einfach durchführen, zudem bietet er nicht mehr Sicherheit, als der Papierkorb. Das kann man sich nämlich in etwa so vorstellen, dass aus einem sehr großen Buch das Inhaltsverzeichnis herausgerissen wird. Damit wird es zwar ziemlich aufwändig, bestimmte Inhalte in dem Buch zu finden, es ist aber dennoch problemlos möglich, es wird nur etwas länger als gewöhnlich dauern.
Wer seinen PC hergeben will, sollte zunächst die folgende Entscheidung treffen: Genügt es, alle gespeicherten Daten zu löschen, dabei das Betriebssystem aber zu erhalten, also den PC funktionsbereit zu halten, oder soll der gesamte Festplatteninhalt komplett und für immer gelöscht werden, also auch das Betriebssystem inklusive aller Daten, die jemals auf dem Gerät gespeichert wurden. Je radikaler gelöscht wird, desto sicherer ist dies. Viele Programme legen selbsttätig temporäre Dateien an, die nichts anderes als Kopien der erstellten Daten sind. Und diese temporären Daten sind unter Umständen schwer zu finden. Es bleibt immer ein Rest Ungewissheit, ob man auch wirklich alle und alles erwischt hat.