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Elektrosmog

Kampf gegen den Strommüll

10.02.2012
Von Florian Junker
Kabellos surfen, schnurlos telefonieren und mindestens ein Handy in Reichweite haben: Viele technische Raffinessen gehören heute zum Alltag dazu. Mit den Möglichkeiten wächst jedoch oft auch der Energieverbrauch – und der Elektrosmog. Geldsparen verrät, wie man moderne Technik nutzen kann, sich dabei vor überflüssigen Strahlen schützt und nebenbei sogar noch einige Euro einspart.
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Wie gefährlich ist Elektrosmog? Darauf gibt es selbst unter Experten noch keine eindeutige Antwort. Aber was spricht eigentlich dagegen, die - möglicherweise schädliche - Strahlung so weit wie möglich zu reduzieren? Darauf gibt es eine klare Antwort: nichts. Denn neben dem wahrscheinlich gesundheitlichen Vorteil können Elektrosmog-Vermeider auch noch eine Stange Geld sparen.

Die besten Einsparquellen:


LAMPEN

Über den Sinn und Unsinn von Energiesparlampen wird viel gestritten. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass man sich mit den neuen Energiesparlampen eine weitere Strahlenquelle ins Haus holt. Gaben die alten Glühbirnen kaum Elektrosmog ab, übertreffen die neuen dagegen oft die Grenzwerte, die zum Beispiel für Computerbildschirme gelten. Die Stiftung Warentest empfahl deswegen schon vor Jahren, manche Modelle solle man „nur in Wand- und Deckenleuchten einschrauben“, da diese in der Regel weiter vom Körper entfernt sind und somit weniger Strahlung beim Nutzer ankommt. In Steh-, Schreibtisch- oder Nachttischleuchten sollten Energiesparlampen nur benutzt werden, wenn ein größerer Abstand gewahrt bleibt.

Energiesparlampen mit Schattenseiten

Auch eine Studie des Bayerischen Landesamtes für Umwelt kommt zu ähnlichen Ergebnissen: „Die Lampen im normalen Haushalt wirken so, als ob Sie zehn DECT-Basisstationen in der Wohnung stehen haben“, resümierte Studienleiter Heinrich Eder. Wer sich also nicht die Strahlenbelastung von zehn schnurlosen Telefonen ins Eigenheim holen möchte, sollte beim Energiesparlampenkauf aufpassen. Günstige Modelle locken schon mit Anschaffungskosten von vier Euro.

Trotzdem kann sich die Investition in eine Energiesparlampe lohnen. Zum Beispiel die Megaman Sensible ESL (die 11 Watt-Version kostet ca. 13,50 Euro). Bei ihr wurde speziell auf die Abschirmung von Elektrosmog geachtet und selbst Strahlenschützer Eder lobt das Produkt. Außerdem sparen sie langfristig bares Geld: Der höhere Preis des Markenprodukts lohnt sich laut Untersuchungen von Stiftung Warentest, da in der Regel Markenenergiesparlampen langlebiger sind und mehr Licht abgeben, als ihre günstigeren Konkurrenten. Im Vergleich zu normalen Glühlampen soll das Einsparpotenzial bei der Luxusvariante so über die komplette Lebensdauer bei bis zu 177 Euro liegen. Billigenergiesparfunzeln sparen dagegen oft nur rund die Hälfte.

TELEFON

Natürlich muss niemand mehr auf den Luxus des schnurlosen Telefonierens verzichten. Während Telefone mit Kabel praktisch gar nicht strahlen, lässt sich das bei Funkmodellen aber nie ganz vermeiden. Wer sich trotzdem für ein schnurloses Gerät entscheidet, sollte ein paar Dinge beachten:
  • Die Basisstation gehört möglichst weit weg von Orten, wo Sie sich länger aufhalten. Direkt am Bett, auf dem Schreibtisch oder neben dem Fernsehsessel sind die denkbar schlechtesten Orte. Mit jedem Meter mehr Abstand von ihren üblichen Aufenthaltsorten nimmt die Strahlenbelastung im Quadrat ab.
     
  • Ideal sind Geräte, die überhaupt nicht senden, wenn das Telefon in der Ladeschale liegt oder die Sendeleistung je nach Bedarf anpassen. Lassen Sie sich allerdings gut beraten, denn oft muss diese Funktion erst extra aktiviert werden oder funktioniert nicht bei der Verwendung von mehreren Mobilteilen. Gute, strahlungsarme Modelle gibt es schon für unter 50 Euro zum Beispiel von Panasonic, Philips oder Siemens. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat hier eine Übersicht erstellt.
     
  • Telefonieren Sie oft in der Nacht? Wenn nicht, muss auch Ihr schnurloses Telefon nicht die ganze Zeit aktiv sein und kann schlafen. Schalten Sie es einfach aus (auch die Mobilteile), wenn sie ins Bett gehen, und schalten alles erst wieder ein, wenn Sie es brauchen. Das reduziert nicht nur die Strahlung, sondern auch der Stromverbrauch sinkt erheblich und selbst der Akku wird in der Regel länger halten. All das spart auf die Dauer kräftig Geld. Auf das gute Gefühl, im Notfall erreichbar zu sein, müssen Sie dabei natürlich nicht verzichten. Schon für zehn Euro gibt es einfache, schnurgebundene Telefone, die den Nachtdienst im Schlafzimmer übernehmen.
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