Einbruchschutz
Langfinger linken
15.02.2012
Von Florian Junker
Kriminelle können sich ihre Opfer inzwischen ganz bequem am Rechner aussuchen. Geldsparen mit den besten Tipps, was man im Internet lieber nicht preisgeben sollte, um online keine Langfinger anzulocken und wie sich Einbrüche sonst noch erschweren lassen.
Der Briefkasten quillt über, die Rollläden sind 24 Stunden lang durchgehend herunter gelassen und auf dem Anrufbeantworter teilt Familie Müller allen mit: „Wir sind bis zum 15. März nur auf der Piste erreichbar...“. Noch immer gibt es Menschen, die es Einbrechern mit offensichtlichen Hinweisen besonders leicht machen, in Ferienzeiten verwaiste Wohnungen und Häuser aufzuspüren. Der vernetzte Dieb von heute kann aber noch viel bequemer an lohnenswerte Informationen kommen, wann, wo und wie lange ein Zuhause leer steht und zwar per Internet. Worauf moderne, kluge Urlauber im virtuellen World Wide Web und in der Realität achten sollten:
Internet
Die Gefahr: Soziale Internetnetzwerke wie Facebook sind für viele eine spannende Sache, aber das stimmt leider auch für schwarze Schafe. Denn Kriminelle können sorglos preisgegebene Informationen nutzen, um ganz unkompliziert im Netz neue Opfer auszuspähen. In der Urlaubszeit sind viele Menschen versucht, die Ferienstimmung mit der ganzen Welt zu teilen, das kann Langfinger anlocken. Die Polizei Köln rät deswegen dringend davon ab, „die Urlaubsabwesenheit im Internet, insbesondere in sozialen Netzwerken wie zum Beispiel Facebook bekannt zu machen.“ So unterhaltsam es auch sein mag, Vorfreude auf die schönsten Wochen im Jahr oder Erlebnisse am Urlaubsort mit der Community zu teilen, sollte man sich in Sachen Ferien besser bedeckt halten.
Der Schutz: Bei aller Begeisterung für moderne Kommunikationswege: Wenn Sie Mitglied bei Facebook oder ähnlichen Portalen sind, sollten Sie unbedingt kontrollieren, wer Ihre Informationen sehen darf, bevor Sie die Community mit Daten füttern. Je kleiner der Personenkreis ist und je genauer Sie diejenigen wirklich kennen, desto sicherer. Private Angaben wie Ihre echte Wohnanschrift oder Details zu Ihrem Zuhause gehören aber auch unter mehr oder weniger Bekannten besser nicht in Ihr Profil. Denn gerade bei vielen Kontakten kann es schonmal passieren einen falschen Freund zu erwischen. Verzichten Sie deshalb auch auf Statusmeldungen im Internet, wo Sie sich gerade für wie lange aufhalten. Das gleiche gilt für per Handy hoch geladene Urlaubsbilder oder -videos. Diese Informationen könnten leicht in falsche Hände geraten und völlig Fremden Rückschluss darüber ermöglichen, dass Ihre schicke Vier-Zimmer-Wohnung gerade zwei Wochen leer steht.
Ein Unbekannter hat eine Freundschaftsanfrage geschickt und wünscht tolle Ferien? Kennen Sie diese Person nicht auch im realen Leben, könnten Kriminelle dahinter stecken. Die Anfrage also besser ignorieren so lange Sie sich nicht ganz sicher sind, wer genau dahinter steckt. Sprechen Sie als Eltern unbedingt auch mit Ihren Kindern über diese Gefahren. Jugendliche gehen oftmals recht unbefangen mit sozialen Netzwerken um und haben zum Teil eine große Zahl ihnen real völlig unbekannter Freunde.
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