Eine gute und stets aktuelle Antivirensoftware ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Softwareausstattung. Trotzdem kann eine Infektion mit schädlicher Software nicht immer vermieden werden. Geldsparen zeigt, was zu tun ist.
Avira Free Antivirus oder das bewährte Microsoft Security Essentials sind Beispiele für gute kostenlose Programme. Internet Security Programmpakete von Kaspersky, GDATA, Norton oder Bitdefender sind Beispiele für umfassende Sicherheitslösungen, für die ein jährlicher Lizenzbetrag bezahlt werden muss.
Kostenpflichtige Programme bieten meist die Möglichkeit, eine spezielle CD zu erstellen mit der im Falle eines Falles, also wenn eine Infektion trotz aller Sicherheitsmaßnahmen dennoch geschehen ist, die Computerfestplatte komplett gescannt und Schadsoftware wirkungsvoll bekämpft wird.
Nutzer kostenloser Antivirentools können auf solche Funktionen nicht zurückgreifen. Abhilfe bietet die kostenlose BitDefender Rescue CD. Rescue steht für Rettung, man kann damit einen infizierten PC, der nicht mehr startet, nicht mehr korrekt funktioniert oder der aufgrund unerwünschter Softwareaktivitäten im Hintergrund extrem langsam geworden ist, wieder in Ordnung bringen. Die Rescue CD von BitDefender funktioniert recht zuverlässig und es ist sicherlich einen Versuch wert, wenn andere Möglichkeiten gar nicht mehr zur Verfügung stehen.
Ganz wichtig ist natürlich, dass die Rescue CD erstellt wird, bevor es zu einer Infektion kommt, da die Erstellung mit einem infizierten PC möglicherweise gar nicht mehr funktioniert. Die CD sollte dann so aufbewahrt werden, dass sie bei Bedarf auch rasch zur Verfügung steht.
Rescue CD erstellen
Um die Rescue CD zu erstellen laden Sie die Datei "bitdefender-rescue-cd.iso" von der
Internetseite herunter und speichern sie in einem Ordner, wo Sie sie auch wieder finden. Die Datei hat eine Größe von 362 MB, sie ist mit einem DSL-Internetzugang in wenigen Minuten heruntergeladen. Nun benötigen Sie ein Programm für das Brennen von CD-Rs. Wählen Sie hier die entsprechende Funktion für das "Brennen einer Image-Datei auf CD". Wählen Sie die gespeicherte Image-Datei "bitdefender-rescue-cd.iso" aus und starten dann den Brennvorgang. Es ist wichtig, auf die beschriebene Weise vorzugehen, denn wenn man lediglich die Funktion zum Brennen von Dateien auf CD verwendet, kann man mit der so erstellten CD hinterher nichts anfangen. Nutzen Sie das Betriebssystem Windows 7, ist das Ganze noch einfacher: Klicken Sie die gespeicherte *.iso-Datei mit der rechten Maustaste an, wählen Sie aus der Liste der Funktionen "Öffnen mit ..." aus und dann die Funktion "Windows-Brenner für Datenträgerabbilder". Im nächsten Schritt legen Sie einen CD-Rohling ein und klicken auf "Brennen"; bequemer geht's wohl nicht.
System scannen und wieder herstellen
Legen Sie dann die fertige CD in das CD-Laufwerk des infizierten PC ein und führen Sie einen Neustart durch. Die CD enthält ein rudimentäres Betriebssystem auf Linux-Basis, das nun selbsttätig direkt von der eingelegten CD gestartet wird. Während des Systemstarts erscheint lediglich die Anzeige "BitDefender" am oberen Bildschirmrand, das dauert einige Minuten. Im Startbildschirm wählen Sie die Option "Start BitDefender Rescue CD in deutscher Sprache" aus. Sobald das Betriebssystem vollständig geladen wurde, startet das BitDefender-Programm selbsttätig. In einem Hinweisfenster ist die Endbenutzer-Vereinbarung per Mausklick zu bestätigen, danach wird die BitDefender Software versuchen eine Internetverbindung herzustellen, um den Virenscanner zu aktualisieren, damit auch ganz aktuelle Schädlinge, die sich eingenistet haben, möglichst nicht übersehen werden.
Wenn die Aktualisierung abgeschlossen ist beginnt der Scan direkt anschließend. Die Prüfung, also der Scan und vor allem auch eine eventuell nötige Reparatur können, abhängig vom betreffenden PC, bis zu mehrere Stunden dauern. Nach dem erfolgten Scan bzw. der erfolgten Reparatur ist das BitDefender-Programm und das Betriebssystem per Klick auf die unten in der Bildschirmoberfläche angeordnete Schaltfläche zu beenden. Die CD wird automatisch ausgeworfen, damit beim nächsten Systemstart nicht wieder die BitDefender-Software geladen wird.