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Umzugsbörsen

Schnäppchen-Schlepper

12.01.2012
Von Florian Junker
Umzugsbörsen aus dem Internet können helfen Rücken und Portemonnaie zu schonen. Geldsparen erklärt, wie Sie im Netz eine professionelle und günstige Spedition finden.
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Selbst umziehen
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Er ist schon schwer beeindruckend, dieser braune Kleiderschrank. Solide Handwerkskunst um die Jahrhundertwende, nicht auseinander zu bauen und natürlich Vollholz-Eiche. Wer seine Möbel schon mal in Eigenregie umgezogen hat, baut zu manchen Stücken eine ganz besondere Gefühlsbeziehung auf, die meist mit einem Ziehen in der Wirbelsäule einhergeht. Ab einem gewissen Alter oder Haushaltsgröße vertragen aber weder Rücken noch freiwillige Umzugshelfer diese Belastung. Tatkräftige Hilfe ist gefragt und die ist mit der richtigen Vorbereitung vergleichsweise günstig - und dazu auch noch sicherer.


Angebote einholen

„Nehmen Sie früh genug, ungefähr sechs bis sieben Wochen vor dem Umzug, Kontakt zu einer Spedition auf, das kann Ihnen bares Geld bringen“, raten die Experten von immobilienscout24.de ihren Kunden. Zum Beispiel auf der Internetseite des Bundesverbandes Möbelspedition und Logistik können Sie eine Firma aus Ihrer Region finden und einem lokalen Anbieter eine Chance geben. Seriöse Unternehmen bieten Ihnen in der Regel an, einen Mitarbeiter kostenlos vorbei zuschicken. Der schätzt den Umzugsaufwand direkt vor Ort und einige Tage später flattert ein Angebot in den Briefkasten. Ob das aber auch etwas taugt, erfahren Sie am einfachsten im Internet.

Auftrag versteigern

Umzugsauktion.de hat zum Beispiel über 600 Profispeditionen im Angebot. Um von denen ein Angebot zu erhalten, können Umzugswillige ihr Vorhaben kostenlos und unverbindlich in das Auktionsportal eingeben. Einfach mit einer E-Mailadresse registrieren und loslegen. Der Auftrag sollte dabei möglichst genau beschrieben werden, damit die Umzugsunternehmen sinnvolle Festpreise nennen können. Im Zweifel lieber ein paar Kisten mehr angeben, das erspart teure Nachverhandlungen am Umzugstag. Bis zum Auktionsende können sich die Speditionen jetzt gegenseitig unterbieten. Ersparnisse von bis zu 40 Prozent sind da keine Seltenheit. Am Ende entscheidet aber der Auftraggeber, welches Angebot er letztendlich annimmt. Bei der Auswahl hilft auf Wunsch ein Berater von umzugsauktion.de per Mail oder Telefon. Vom Portal werden die Anbieter zusätzlich überprüft, ob etwa ein Versicherungsnachweis und eine Gewerbeanmeldung vorliegt, zusätzlich gibt es ein Kundenbewertungssystem.

Zuschlag erteilen

Auch andere wie umzuege.de oder umzug-easy.de vermitteln unverbindliche Angebote von Speditionen. Und es gilt, je mehr Konkurrenz desto günstiger wird es. Der Kunde sollte jedoch nicht automatisch das billigste Unternehmen wählen. Mindestens ebenso wichtig wie der Preis ist bei Speditionen die Seriosität. Eine Mitgliedschaft im AMÖ, eine Zertifizierung für Qualitätsmangement (nach DIN EN ISO 9001:2000) oder Mindestanforderungen für Umzugsdienstleistungen (nach DIN EN 12522) sind hier gute Hinweise. Unternehmen, die von den Portalen darauf überprüft wurden, sind zwar meist etwas teurer, aber die Investition lohnt sich. So sind Profiumzugshelfer bis zu 620 Euro je Kubikmeter Umzugsgut versichert.

Gegen einen geringen Aufpreis bieten viele eine zusätzliche Transportversicherung an, die auch bei größeren Schäden einspringt. Offensichtliche Schäden müssen allerdings sofort festgehalten und zum Beispiel durch einen Mitarbeiter des Unternehmens gegengezeichnet werden. Bei schwerer zu entdeckenden Problemen gilt eine Frist von 14 Tagen. Bei privaten Helfern, selbst wenn sie eine Haftpflichtversicherung haben, bleibt der Schaden dagegen oft ganz am Umziehenden hängen. Außerdem schonen professionelle Schlepper die Rücken der Bekannt- und Verwandtschaft und sind unter dem Strich noch nicht mal so teuer. Denn die Kosten für die Umzugshelfer können über die Steuer als haushaltsnahe Dienstleistung geltend gemacht werden. So gibt es in der Regel noch etwas über die Einkommenssteuererklärung zurück. Ist der Umzug beruflich bedingt, weil Sie zum Beispiel einen Job in einer anderen Stadt angenommen haben oder den täglichen Weg zur Arbeit deutlich verkürzen, kann noch mehr geltend gemacht werden. Verlangen Sie dazu aber unbedingt eine ordentliche Rechnung mit extra ausgewiesenen Arbeitskosten und überweisen Sie den Rechnungsbetrag statt bar zu bezahlen.

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