Sonnenschutz
Schatten für jedes Fenster
21.04.2012
Von Florian Junker
Trotz Hitze möglichst lange cool bleiben? Am effektivsten ist es dafür, so wenig Sonne wie möglich zu den Fenstern hereinzulassen. Geldsparen weiß, welcher Laden, Jalousie oder Rollo sich wo lohnt.
Ein Büro mit Minifenstern? Das Schlafzimmer nach Norden raus? Das klingt im Sog der Hitzewelle verlockend, denn die einfachste, günstigste und umweltfreundlichste Maßnahme gegen heiße Räume ist Schatten. Da aber im restlichen Jahr Zimmer mit sonnigem Ausblick deutlich angenehmer sind, haben wir die besten Möglichkeiten gesammelt, wie man einfach über die Sommermonate Dunkel ins Licht bringt und so für Abkühlung sorgt:
Wirkungsvoll im Wohnbereich
Am flexibelsten für alle „normalen“ Fenster im Eigenheim sind grundsätzlich Außenjalousien mit verstellbaren Lamellen. Sie verhindern den direkten Lichteinfall und damit ein Aufstauen der Hitze. Je nach Bedarf kann durch den verstellten Winkel außerdem mehr oder weniger Licht hereingelassen werden. Das passt gerade gut zu allen Wohnräumen, in denen man je nach Tageszeit oder Nutzung mal mehr, mal weniger Sonne gebrauchen kann. Etwas günstiger als Außenjalousien sind Rollläden mit einer Funktion zum Ausstellen. Sie bieten einen sehr guten Schutz, allerdings kann der Lichteinfall nicht so flexibel gesteuert werden.
Ihre Terrasse liegt direkt vor dem Wohn- oder Esszimmer? Dann bieten sich auch klassische Markisen an, denn sie spenden Schatten ohne dabei zu stark zu verdunkeln. Der Nachteil: es gibt nur „rein“ oder „raus“, über die Stoffauswahl ist man für die nächsten Jahre festgelegt und die Systeme sind alles andere als billig. In Mietwohnungen ist das Anbringen außerdem oft untersagt bzw. lohnt sich nicht. Verlockende Alternativen sind deswegen für viele Schattensuchenden die neuen Sonnensegel: Sie kosten im Baumarkt oder bei günstigen Einrichtungshäusern nur noch einen Bruchteil und können zum Beispiel zwischen Bäume genau so gespannt werden, dass die Räume optimal beschattet werden. Tipp für einen extra coolen Effekt: Zu kühlen Tönungen wie helles blau, türkis, grün oder zitronengelb greifen. So fällt mit der Restsonne zarte Farbe in die Wohnräume und wirkt psychologisch frischer.
Kühlendes Grün
An eine langfristig kostengünstigste und absolut umweltfreundlichste Möglichkeit denken viele Verbraucher erst als letztes: Pflanzen. Dabei kann ein Baum oder Strauch vor sonnigen Erdgeschoss-Zimmern schon im ersten Jahr Linderung bringen. Besonders Laubgewächse haben den Vorteil, im lichtarmen Winter die Blätter abzuwerfen und die dann wieder willkommenen Sonnenstrahlen durchzulassen.
In einem verregneten Sommer kann ein dichtes Blätterdach aber auch manche Räume zu dunkel machen. Wer sich daran stört, sollte eventuell in große Pflanzenkübel investieren: Sie lassen sich je nach Bedarf für die heißesten Tage des Jahres vor die Fenster rücken und später wieder etwas von der Hauswand weg platzieren.
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