
Täglich sterben ein bis zwei Menschen in Deutschland durch Brände. 70 Prozent davon nachts in ihrer eigenen Wohnung. 95 Prozent werden dabei nicht etwa ein Opfer der Flammen, sondern erliegen einer Rauchvergiftung und werden sehr oft noch nicht mal wach. „Viele nehmen an, dass nur fahrlässiges Verhalten zu einem Feuer führen kann. Das ist allerdings ein Irrtum“, mahnt Schaden-Expertin Tanja Cronenberg von der ERGO-Versicherungsgruppe: „Viele Wohnungsbrände werden durch schadhafte Kabel, defekte Elektrogeräte oder Brandstiftung in Keller und Hausflur verursacht.“ Günstige Rauchmelder können helfen, dann eine Katastrophe zu verhindern. In neun Bundesländern (Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Bremen, Sachsen-Anhalt und dem Saarland) sind die Warngeräte deshalb auch bereits bei Neu- und Umbauten Pflicht. In bestehenden Wohnhäusern müssen sie bald nachgerüstet werden.
Fachleute empfehlen, als Mindestschutz einen Rauchmelder pro Wohnung zu installieren, am besten im Flur. „Noch sicherer ist man, wenn man zusätzlich jeweils ein Warngerät in Schlaf- und Kinderzimmern anbringt“, rät Tanja Cronenberg. „Auch im Keller und auf dem Dachboden machen Rauchmelder durchaus Sinn, da es dort oft zu unbeobachteten Bränden kommt.“ Die Geräte kosten zwischen zehn und 60 Euro. „Der Preis lässt allerdings nicht unbedingt Rückschlüsse auf die Qualität zu“, erklärt die Expertin: „Ein guter Anhaltspunkt ist dagegen das Prüfzeichen ,Q' in Verbindung mit dem Siegel der VdS-Schadensverhütung oder dem des Kriwan-Testzentrums. Das bekommen nämlich nur hochwertige Geräte.“
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