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Einbruch

Sicherer Safe

11.01.2012
Von Florian Junker
Um sich vor Einbrechern zu schützen, setzen viele auf einen Tresor und verwahren dort ihre Wertsachen. Geldsparen erklärt, warum man dabei nicht auf billig Angebote vertrauen sollte - und wie man einen wirklich sicheren Safe findet.
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121 347 mal schlugen laut Bundeskriminalamt Einbrecher allein im Jahr 2010 in Wohnungen zu - Tendenz steigend. Kein Wunder! Denn meist werden Diebe auch schnell fündig. Oft liegen Schmuck und Wertgegenstände einfach offen herum, in anderen Fällen werden Wertsachen an den üblichen Orten gehortet, wie der Wäscheschublade oder unter dem Bett.

Ein guter Schutz für Kostbarkeiten könnte ein Tresor sein. Leider haben Tests ergeben, dass so manches Billigprodukt vom Profi in Sekunden geknackt werden kann. Wer Wertgegenstände sicher aufbewahren will, sollte deswegen beim Kauf auf Folgendes achten:

Achtung bei Angeboten

Tresore aus dem Baumarkt gibt es schon ab rund 25 Euro. Leider sind diese Angebote alles andere als Schnäppchen! Denn halbwegs engagierten Kriminellen halten sie kaum stand – und der ehemals sparsame Käufer zahlt im Falle eines Einbruchs mit herben Verlusten drauf. Im übelsten Fall ist ein schlechter Safe sogar unsicherer als gar keiner – denn eventuelle Einbrecher knacken ihn nicht nur mit links, sie finden darin auch alle interessanten Wertgegenstände des Haushalts fein säuberlich gesammelt an einem Fleck. Experten nennen die Billigheimer deswegen oft auch nur „Blechspardosen“. Bei einigen der Angebots-Tresore reicht schon ein gezielter Hammerschlag und es heißt „Sesam öffne Dich!“. Diese finden sich übrigens besonders häufig in Hotels als Möbeltresor. Ein Tipp am Rande: Wirklich wertvolle Schmuckstücke und Co. gehören im Urlaub auf gar keinen Fall aufs Zimmer sondern wenn, dann in den zentralen Hoteltresor.

Security-Siegel

Wer selbst einen Tresor kaufen möchte, sollte unbedingt auf Prüfsiegel wie „VdS“ oder „ECB-S“ auf der Rückwand des Safes achten. Leider haben diese auch ihren Preis: Für ein vernünftiges geprüftes Safe-Modell muss man schon ein paar hundert Euro rechnen. Langfristig wird sich die Investition jedoch lohnen. Denn ein Tresor kann zu Rabatten bei der Versicherung führen, dazu sollte man aber unbedingt VOR einem Kauf abklären, ob das gute Stück auch den Bedingungen der jeweiligen Gesellschaft entspricht. Eine Überprüfung durch einen Vertreter der Versicherung vor Ort empfiehlt sich auch bei geerbten oder bereits von Vorbesitzern eingebauten Stücken, denn die Anforderungen an Tresore sind stark gestiegen und alte Safes sind nach heutigen Maßstäben meist nicht mehr sicher genug. 

Bitte befestigen

Alles unter 1.000 Kilogramm Gewicht gilt heute zum Beispiel als zu leicht und damit wegtragbar. Kleinere, leichtere Modelle müssen unbedingt fachmännisch fest verankert werden. Eine Fachfirma kann auch eine von Versicherungen oft verlangte „Montagebestätigung“ ausstellen. Idealerweise wird der Safe zum Beispiel in einem Betonboden im Keller verankert. Allerdings sollte bei der Aufstellung beachtet werden, dass man natürlich im Alltag nicht wegen jedes Ohrrings in den Keller laufen möchte. Für Schmuckstücke haben sich deswegen eher Wand- oder Möbeltresore bewährt, die zum Beispiel in einer massiven Außenwand verankert werden. Dies empfiehlt sich z.B. auch bei Altbauten, die keinen geeigneten Betonboden für die Keller-Montage aufweisen.

 
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