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Spritverbrauch

Tankrechnung runter

13.02.2012
Von Anja Lang
Im Winter steigt der Spritverbrauch bei den meisten Autos kräftig an. Denn, wenn es draußen frostig kalt ist, muss der Motor Höchstleistungen vollbringen. Dazu „saugen“ noch jede Menge elektrischer Verbraucher an der Benzinleitung. Wie Sie es schaffen trotzdem nicht so häufig die Tankstelle anfahren zu müssen.
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Spritfresser Dachbox

Um Skier oder auch anderes Gepäck sicher transportieren zu können, montieren viele Autofahrer eine Dachbox auf ihrem Fahrzeug. Das ist praktisch, geht aber bei der Tankrechnung richtig ins Geld, wie der ADAC in einem aktuellen Praxistest herausfand: Ganze zwei Liter zusätzlich pro 100 Kilometer schluckt der beliebte Dachaufbau bei einer Fahrgeschwindigkeit von etwa 130 Stundenkilometern.

Bei höheren Geschwindigkeiten – steigt der Verbrauch sogar noch weiter an. Das ist ein verblüffend hoher Zusatzposten. Wenn der Winterurlaub also vorbei ist und sonstiges Gepäck auch im Wageninneren untergebracht werden kann, sollte man die Dachbox abmontieren und lieber „oben ohne“ unterwegs sein.

Entrümpeln lohnt sich

Apropos Gepäck – auch hier kann man sparen. Wer Dinge im Kofferraum spazieren fährt, die er eigentlich nicht ständig benötigt, sollte – auch dem Geldbeutel zuliebe – sein Auto regelmäßig entrümpeln. So machen volle Getränkekisten, selten benötigtes Werkzeug, etc. das Fahrzeug unnötig schwerer. Pro 100 Kilogramm machen sich diese Zusatzlasten dann mit einem zusätzlichen Spritverbrauch von bis zu 0,3 Litern mehr pro 100 Kilometern bemerkbar.

Elektrische Verbraucher schlucken

Elektrische Verbraucher sind angenehm, aber sie verbrauchen auch viel Energie und damit Sprit. So schlagen Sitzheizung, Front- und Heckscheibenheizung sowie ein beheizbares Lenkrad – laut ADAC – mit rund einen Liter Mehrverbrauch auf 100 Kilometer zu Buche. Und wer länger als nötig die Nebelscheinwerfer und Nebel-Schlussleuchten eingeschaltet lässt, muss etwa 0,2 Liter mehr Benzin pro 100 Kilometer tanken. Alle elektrische Verbraucher sollten deshalb mit Bedacht einschaltet, aber auch wieder ausgeschaltet werden. Selbstverständlich darf das niemals auf Kosten der Sicherheit gehen.

Was die Fahrweise ausmacht

Sportliches Fahren mit hohen Drehzahlen macht sich im Winter besonders negativ bemerkbar. Denn zum einen steigt bei Schnee und Glätte die Unfallgefahr, zum anderen kosten niedrige Gänge einfach mehr Sprit. So steigt der Benzinverbrauch bei spätem Hochschalten bis zu 30 Prozent. Ein Fahrzeug, das bei 50 Stundenkilometern im fünften Gang rund vier Liter auf 100 Kilometer verbraucht, schluckt im dritten Gang etwa einen Liter mehr, wie der ADAC betont. Das entspricht einer Steigerung von rund 24 Prozent. Wer sparen möchte, sollte deshalb möglichst mit hohem Gang fahren und auch auf den richtigen Reifendruck achten. Glücklich preisen darf sich, wer über eine moderne Start-Stopp Automatik verfügt. Mit dieser neuen Technologie sinkt, laut ADAC, der Spritverbrauch im Stadtverkehr nochmal um bis zu zehn Prozent.

Nicht warmlaufen lassen

Es ist zwar verboten und kostet zehn Euro Bußgeld, wenn man erwischt wird. Trotzdem wird es immer noch fleißig praktiziert: das sogenannte Warmlaufenlassen des Motors. Doch „außer Spesen nichts gewesen“, belastet diese Unsitte die Umwelt, verschleißt den Motor und treibt die Tankrechnung in die Höhe. So ermittelte der ADAC für vier Minuten Motorbrummen im Stand zum Freimachen der Scheiben bei einem Mittelklassefahrzeug Kosten von rund 20 Cent. Und das ohne erkennbaren Nutzen. Denn Fachleute wissen, dass der Motor in so kurzer Zeit nicht einmal annähernd auf Betriebstemperaturen kommt.
 
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