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Senioren am Steuer

Sicher unterwegs

18.10.2011
Von Anja Lang
Mit zunehmendem Alter lassen Reaktionsfähigkeit, Gehör, Sehfähigkeit und auch die Beweglichkeit nach. Alles Eigenschaften, die gerade beim Lenken eines Fahrzeugs eine wichtige Rolle spielen. Lesen Sie hier, worauf ältere Autofahrer achten sollten, damit sie lange mobil bleiben und dabei sicher durch den Straßenverkehr kommen.
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Die gute Nachricht zuerst: Ältere Menschen sind nicht die schlechteren Autofahrer. Allen Unkenrufen zum Trotz, verursachen Senioren – laut offizieller Statistik – nicht mehr Unfälle als andere Bevölkerungsgruppen auch. Obwohl altersbedingt zunehmend Defizite auftreten, gleichen Senioren diese Mankos in vielen Fällen mit Erfahrung und angepasster Fahrweise wieder aus.

Kritisch wird es, wenn eigene Schwächen nicht erkannt oder bewusst ausgeblendet werden. Gefährliche Situationen sind dann vorprogrammiert. Hier, worauf verantwortungsbewusste Autofahrer der Generation 60plus besonders achten sollten, um ihr Fahrzeug sicher durch den Verkehr zu lenken.

Neben- und Wechselwirkung von Medikamenten beachten

Wenn im Alter zunehmend mehr Beschwerden auftreten, steigt parallel dazu auch der Medikamentenkonsum - und zwar drastisch: Mehr als die Hälfte aller verkauften Fertigarzneimittel geht für 60- bis 70jährige über den Ladentisch. Dabei macht diese Altersklasse nur rund 20 Prozent der Bevölkerung aus. Allein bei den Psychopharmaka verbrauchen Senioren zwischen 60 und 70 Jahren etwa zehnmal mehr als 20- bis 30jährige Menschen. Dabei muss man wissen, dass viele Arzneimittel auch die Fahrtauglichkeit einschränken können, vor allem dann wenn sie zusammen mit anderen Medikamenten eingenommen werden.

Wer täglich viele unterschiedliche Pillen schluckt, kann den Überblick über unerwünschte Neben- und Wechselwirkung verlieren. In regelmäßigen Abständen sollten ältere Menschen sich deshalb bei ihrem behandelnden Arzt erkundigen, ob und wann die Fahrtauglichkeit unter Medikamenteneinnahme tatsächlich noch gegeben ist. Manchmal hilft schon eine zeitlich verzögerte Einnahme oder das Umstellen von Morgen- auf Abendeinnahme, um unerwünschten Nebenwirkungen auf die Fahrtauglichkeit zu vermeiden.

Fahrten bei schlechtem Wetter und der Nacht meiden

Je älter man wird, desto schwächer werden auch die Augen. Das geht oft schleichend und anfangs nahezu unbemerkt vor sich. Man spricht dabei von der sogenannten Alterssichtigkeit, die bereits etwa ab dem 40. Lebensjahr einsetzt. Dabei schwindet allmählich die Elastizität der Linse und der Augenmuskulatur. Das führt dazu, dass das Auge sich nicht mehr so schnell auf wechselnde Lichtverhältnisse einstellen kann. Auch die Scharfeinstellung von Nah auf Fern und umgekehrt ist verzögert. Darüber hinaus treten auch häufiger Linsentrübungen, bekannt als grauer Star, auf. Dadurch werden Kontraste schlechter erkannt und Entfernungen können nicht mehr so gut eingeschätzt werden.

Glücklicherweise lassen sich sehr viele Sehschwächen heutzutage gut mit Brille, Kontaktlinse oder in seltenen Fällen auch einer Operation gut korrigieren. Dazu ist aber wichtig, dass diese als solche erkannt werden. Deshalb sollten Senioren in regelmäßigen Abständen einen Sehtest beim Augenarzt machen lassen, um festzustellen, ob die Sehfähigkeit fürs Autofahren wirklich noch ausreicht. Fahrten, bei denen die Sicht grundsätzlich erschwert ist, wie in der Dämmerung, bei Nacht und bei schlechtem Wetter, sollten ältere Autofahrer besser meiden.
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