Wer sich einen neuen Gebrauchten zulegen möchte, der sollte sich möglichst schon im Vorfeld über die Stärken und Schwächen seines Favoriten informieren. Gute Hilfestellung bieten hier Gebrauchtwagen-Tests und Pannenstatistiken von Autoclubs und technischen Diensten. Die wichtigsten Dienste stellen wir Ihnen hier kurz vor.
Dekra
Den jüngsten Zuwachs bei den Gebrauchtwagenchecks liefert der Deutsche Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein (kurz: Dekra), der mit seinem kostenlosen Mängelreport 2009 an den Start ging. Seither gelangen potentielle Autokäufer unter
www.maengelreport.com auf deren Gebrauchtwagenratgeber mit Suchfunktion. Hier können sich Interessierte mit wenigen Klicks über die technischen Stärken und Schwächen von Gebrauchtwagen informieren.
Eingeteilt in sieben Fahrzeugklassen und drei Laufleistungsbereiche zeigt die Website gezielt, welche Fahrzeuge, gemessen am Durchschnitt, keine, geringe oder erhebliche Mängel aufweisen. Negative Abweichungen zum Durchschnitt werden optisch rot dargestellt, positive grün. Ein kurzer Kommentar ergänzt die Zahlen. Interessant: Wer möchte, kann insgesamt bis zu vier Modelle miteinander vergleichen und so auf einen Blick erkennen, welches gewählte Modell am meisten bzw. wenigsten Macken hat und in welchem Bereich diese liegen.
Die Bewertung beruht, laut Dekra, auf den Daten von mehr als 15 Millionen geprüften Fahrzeugen. Manko: Leider sind Zahlenwerte nur für Modelle abrufbar, von denen mindestens 1.000 Stück untersucht wurden. Somit ist die Typen-Liste alles andere als vollständig. Die gängigen Modelle sind aber alle vertreten.
Gebrauchtwagenratgeber sind nichts Neues. Bereits seit 1973 wertet der TÜV die Ergebnisse der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Hauptuntersuchungen aus. Bewertungsgrundlage sind ausschließlich die Kriterien, die vom Prüfkatalog der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) definiert werden. Die Ergebnisse werden im jährlich erscheinenden TÜV-Report zusammengefasst.