
Partikelfilter
Wieder Geld für Nachrüstung
Autokosten
Restwertkönige 2012
2) Vier Augen sehen mehr als zwei
Zum Besichtigungstermin sollte man möglichst nicht alleine aufkreuzen, sondern eine Begleitperson mitbringen. Optimalerweise ist das jemand, der sich fachlich auskennt. Aber auch ein Freund oder Bekannter – ohne spezielle Autokenntnisse - kann gute Dienste leisten: Vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei. Außerdem gelingen Ablenkungsmanöver beim paarweisen Auftreten nicht so einfach. Manche Verkäufer versuchen den Interessenten in ein angeregtes Gespräch zu verwickeln – was gar nicht immer böse gemeint sein muss. Trotzdem leidet die Aufmerksamkeit bei der Beurteilung des Fahrzeugs. Tritt man zu zweit auf, kann sich der eine mit dem Verkäufer beschäftigen, während sich der andere weiter ungestört um die Details am Wagen kümmert.
3) Mögliche Mängel erkennen
Bei der Begutachtung sollte das Auto möglichst aus unterschiedlichen Perspektiven und Blickrichtungen betrachtet werden. So kann man geringe Farbunterschiede im Lack ausmachen, die darauf hinweisen, dass ein Bereich eventuell nachlackiert wurde. Auch kann sich beim näheren Hinsehen eine Nachlackierung optisch in der Struktur vom Original unterscheiden. „Nachlackierte Stellen weisen häufig winzige Grübchen und Erhebungen auf“, erklärt der Leiter der Produktbetreuung Schaden und Bewertung bei der Dekra, Helmut Zeisberger. „Wir sprechen dann vom sogenannten Orangenhaut-Effekt.“
Auch die unterschiedliche Dicke der Lackschicht gibt Auskunft darüber, ob das Karosserieteil die Farbspritze schon mehr als einmal gesehen hat. Mit dem bloßen Auge lässt sich das aber leider kaum feststellen. Experten nutzen dafür sogenannte Lackdicke-Messgeräte. Diese spüren unterschiedliche Lackschicht-Stärken auf, die als Hinweis dafür gelten, dass beim Lack nachgebessert wurde. „Für den Laien lohnen sich solche Spezial-Messgeräte aber in der Regel nicht,“ betont der Experte. „Denn sie sind ziemlich teuer und liegen preislich zwischen 400 Euro und 1000 Euro.“ Zwar gibt es Firmen, die solche Messgeräte auch verleihen, aber auch davon rät der Experte eher ab: “ Man muss schon wissen, welche Autotypen wie lackiert werden. Porschefahrzeuge zum Beispiel haben bereits ab Werk unterschiedliche Lackschicht-Dicken in den Karosserie-Teilen.“
4) Spaltmaße beachten
Neben dem Lack, sollten auch die Spaltmaße zwischen Hauben, Kotflügel und Seitenteilen besondere Beachtung finden. Werden hier ungleiche Abstände entdeckt, kann das darauf hindeuten, dass Teile komplett ausgetauscht wurden. Misstrauen ist auch angebracht, bei Knicken im Dachbereich oder einem auffällig geringen Abstand eines Reifens zum Radlauf. Beim Blick in den Motorraum und Kofferraum, weisen Klebebandreste, Lacknasen oder auffällige Lackübergänge auf eine mögliche Unfallreparatur hin.
5) Was der Reifen alles verrät
Auch das Reifenprofil sagt einiges über das Fahrzeug aus. Ist der Reifen zum Beispiel ungleichmäßig abgefahren, kann das ein Hinweis darauf sein, dass sich bei einem Unfall die Spur verzogen hat. Zeigen sich sogenannte Auswaschungen, wenn der Reifen nicht über den gesamten Umfang abgefahren ist, kann das auf defekte Stoßdämpfer hindeuten.
6) Auto auf Abwegen
Die Probefahrt ist beim Autokauf ein absolutes Muss. Hierbei das Steuer auf gerader Strecke mal für kurze Zeit los lassen. Beim Geradeauslauf sollte das Fahrzeug sicher in der Spur bleiben. Ist das nicht der Fall, liegen eventuell Probleme in der Achsgeometrie vor. Hellhörig sollte man auch werden, wenn das Lenkrad beim Geradeausfahren nicht wirklich gerade steht. „ Das kann zum einen ganz harmlose Ursachen haben, zum Beispiel, wenn das Lenkrad nach dem Ausbau, nicht wieder grade drauf montiert wurde“, erklärt Zeisberger. „Aber es kann auch ein massiver Schaden in der Achsgeometrie nach einem Crash vorliegen.“