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Autokosten

Wer sein Auto zu lange fährt, zahlt drauf

30.11.2009
Von Anja Lang
Bis der TÜV uns scheidet! Getreu diesem Motto fahren viele Leute ihr Auto solange, bis es auseinanderfällt. Der Hintergrund: Viele Autofahrer glauben, dass sie jede Menge Geld sparen, wenn sie ihr Auto möglichst lange fahren. Das ist allerdings ein Trugschluss.
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Eine Kostenanalyse der Dekra hat überraschende Ergebnisse erbracht. Wer sein Auto bis zur Verschrottung fährt, muss mitunter besonders tief in die Tasche greifen. Gerade bei älteren Autos steigen nämlich die Reparatur- und Wartungskosten rasch in astronomische Höhen. Bei der Betrachtung der Betriebskosten wird das allerdings gerne vernachlässigt.

Auch die Einführung von Umweltzonen in vielen Regionen Deutschlands, macht das Fahren alter Autos schnell unwirtschaftlich. Oft fehlen Abgasreinigungssysteme, so dass für teures Geld nachgerüstet werden muss. Zudem muss man sich mit alter Technik rumärgern. So schlägt auch die fehlende Ausstattung mit Sicherheits- und Komfortelektronik in der Gesamtbetrachtung negativ zu Buche.

Mit neuen Kleinwagen sparen

Der Umstieg von einem acht Jahre alten Auto auf einen vier Jahre jungen Gebrauchten lohnt sich. Er bringt bei Kleinwagen, Kompaktautos und Vans Kostenvorteile. Bei Kleinwagen ist das sogar beim Wechsel auf einen Neuwagen der Fall.

Bei einem vier Jahre alten Kleinwagen liegen die Betriebskosten mit 43,91 Cent pro Kilometer deutlich unter denen eines acht Jahre alten Autos mit 47,87 Cent pro Kilometer. Fahrer der jungen Autos sparen im Vergleich zu den älteren immerhin 618,28 Euro pro Jahr. In der Kompaktklasse beträgt die Einsparung durch einen jungen Gebrauchten gegenüber einem alten Wagen immerhin noch 215,28 Euro pro Jahr.

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Bei den Größeren gibt es den Neuwagen gegen einen moderaten Aufpreis


Wer seinen alten Kompakten oder Van gegen einen entsprechenden Neuwagen eintauschen möchte, muss dafür im Durchschnitt 48 bzw. 99 Euro pro Monat mehr zahlen, als wenn er seinen Alten weiterfahren würde. Auch in der Mittelklasse und der oberen Mittelklasse empfiehlt sich ein Umstieg von Alt auf Jung. Der monatliche Aufpreis beträgt hier durchschnittlich moderate 22 bzw. 57 Euro pro Monat. Für 109 bzw. 98 Euro pro Monat Mehrkosten ist das entsprechende Modell auch in neu zu haben.

Die Zahlen zeigen klar, dass es wenig Sinn hat, ein Auto möglichst lange zu fahren. Wirtschaftlicher ist es, rechtzeitig auf einen jungen Gebrauchten oder einen Neuwagen umzusteigen. Zudem verzichtet der Fahrer auf den lebensrettenden Sicherheitsstandard moderner Fahrzeuge, wie zum Beispiel Schleuderschutz ESP oder optimierte Fahrgastzellen, sagte Gerd Neumann, Mitglied der Geschäftsführung der Dekra Automobil GmbH in Leipzig.

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